Abgebrochen | Dein göttliches Herz entflammt von Kelly Keaton

17. August 2015 | |

Arena | Reihe: Gods & Monsters (Band 1) | Originaltitel: Darkness becomes her
280 Seiten | Hardcover | 14,99€

Klappentext
Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit erhält Ari eine Warnung ihrer toten Mutter: Lauf weg, so schnell du kannst! Doch wie flieht man, wenn man nicht weiß, wovor? Ari weiß nur eins: Sie muss zurückkehren nach New 2, dem zerfallenen, opulenten Ort ihrer Geburt, um den sich so viele Mythen und übernatürliche Geschichten ranken. Schon bald muss Ari erkennen, dass alle Geschichten wahr sind. Und dass sie, das Mädchen mit dem hellen, seltsamen Haar und dem Halbmond-Tattoo unter dem Auge, der Schlüssel zu allem ist.

Handlung & Umsetzung
Ich liebe eigentlich alles, was mit der griechischen Mythologie zu tun hat, und auch New Orleans finde ich unglaublich toll. Deshalb klang das Buch wie für mich geschaffen. Doch leider gab es zu viele Unstimmigkeiten. So hieß es zum Beispiel, dass die Menschen Angst vor New 2 haben und sich nicht in die Nähe des Walls trauen. Doch in New 2 angekommen wimmelt es nur so vor Touristen, die dort Mardi Gras feiern wollen. Das passt für mich einfach nicht zusammen.
Auch das erhoffte Flair, das New Orleans mit dem Mystischen und dem Voodoo an sich hat, konnte mich in diesem Buch nicht berühren. Es kam nicht so toll und mysteriös rüber, wie erhofft.
Die Annäherung der beiden Protagonisten ging mir dann leider auch viel zu schnell. Dieses Problem habe ich wirklich oft und erwähne es in so gut wie jeder Rezension, weil ich nicht der Typ für Liebe auf den ersten Blick bin, aber in diesem Fall war es schon besonders ungewöhnlich. Die Protagonisten kennen sich gerade mal einen Tag, streiten und zicken sich eigentlich nur an und im nächsten Moment küssen sie sich beinahe. Dadurch hatte es nicht diesen Zauber an sich, den eine Liebesgeschichte in einem Buch haben sollte.

Charaktere
Ari war mir eigentlich schnell sympathisch, doch als sie immer mehr mysteriöse Details über ihre Vergangenheit aufdeckt, ist ihr das beinahe gleichgültig, was für mich nicht nachvollziehbar ist. So schnippt ein Junge zum Beispiel einmal mit den Fingern, woraufhin ein Feuer entflammt. Er sagt, dass es nur ein Trick sei, und Ari denkt: Ja klar, nur irgendein Trick. Aber es war leichter, das zu glauben, als die Alternative. (Seite 53) Eine für mich völlig unverständliche Reaktion. Auch als sie erfährt, dass ein Fluch auf ihr liegt, denkt sie sich nur etwas wie: Ja, ist halt so. Pech gehabt. Für mich wirkte es so, als hätte es sich die Autorin leicht machen wollen. Denn ein Protagonist, der nichts hinterfragt, ist einfacher zu handhaben. Nur leider wirkt er auf mich auch sehr unrealistisch.

Schreibstil
Anfangs fand ich den Schreibstil noch völlig in Ordnung und ich konnte auch gut in die Geschichte finden, aber dann sind mir die Beschreibungen zu ausführlich geworden. Es wirkte fast so, als sollten die Seiten auf Biegen und Brechen gefüllt werden. Sie waren auch irgendwie viel zu umständlich geschrieben. Als Beispiel: Es wird beschrieben, dass die Treppe in einem Bogen verläuft. Im nächsten Satz wird dann ganz ausführlich und umständlich beschrieben, dass die Stufen sich fächerförmig ausbreiten. Meiner Meinung nach ist die zweite Beschreibung völlig unnötig, weil das eine logische Folgerung aus der Treppe, die in einem Bogen verläuft, ist. Wenn diese Beschreibung die einzige dieser Art gewesen wäre, hätte mich das gar nicht gestört, aber so etwas trat leider recht häufig auf.
Auch waren mir die Gedankengänge der Protagonistin oft nicht wirklich klar. Es geht um Äpfel und anschließend um Birnen, dann denkt sie aber plötzlich wieder etwas zu den Äpfeln, obwohl das überhaupt nichts mit den Birnen zu tun hat. Deshalb konnte ich oft nicht nachvollziehen, was genau die Protagonistin jetzt beschäftigt.


Ich habe auf Seite 106 von 280 beschlossen, das Buch abzubrechen. Normalerweise tue ich das nicht, und auch diesmal würde mich interessieren, wie es weitergeht, aber der Schreibstil gefällt mir nicht und die Reaktionen der Protagonistin sind für mich so abwegig, dass ich nicht wirklich in einen Lesefluss komme und mich geradezu dazu zwingen muss, dieses Buch zu lesen. Dafür ist mir meine Lesezeit dann aber doch zu schade und ich widme mich lieber Büchern, die mich fesseln können.



Kommentare:

  1. Och nein, das ist immer schade, wenn man ein Buch abbrechen muss :/ Schade, das nächste Buch, das du liest, wird besser :)
    Liebst, Lara,

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallöchen,

      das ist leider wirklich sehr schade :( Aber ja, es gibt ja genug gute Bücher :)

      Liebe Grüße ♥

      Löschen