Rezension | Das bisschen Sünde von Anke Greifeneder

7. September 2015 | |
blantvalet | 320 Seiten
Taschenbuch | 9,99€

Klappentext
Annie ist heilfroh, kein Teenager mehr zu sein. Sie hat einen tollen Job, zwei niedliche Katzen und – ach ja, ihren Freund kürzlich verlassen. Welche selbstbewusste Frau ist heute noch auf einen Mann angewiesen? Doch dann steht aus heiterem Himmel Annies große Liebe aus Schulzeiten vor ihr. Max ist aufregend, unwiderstehlich … und immer noch ein Riesenarsch. Und Annie verhält sich, ohne es zu wollen, wieder wie eine Sechzehnjährige. In diesem Gefühlswahnsinn hilft ihr nur ein radikaler Einschnitt: der Gang ins Kloster. Oder ist Max vielleicht doch die ein oder andere Sünde wert?


Handlung & Umsetzung
Der Klappentext dieses Buches klang sehr ansprechend und interessant. Das Buch selbst hat mir dann aber leider nicht mehr ganz so gut gefallen. Der Einstieg und somit Anfang der Geschichte war mir etwas zu sprunghaft. Es ist einfach zu viel passiert und es kamen zu viele Zeitsprünge vor.
So geht mir auch die Annäherung der Protagonisten viel zu schnell. Das eine Kapitel endet damit, dass sie streiten und Annie die Nase voll von Max hat, das nächste beginnt damit, dass sie miteinander essen. Für mich war die Beziehung der Beiden zueinander deshalb nicht immer ganz klar.
Anderes war dafür mehr als nur klar: nämlich die Vorkommnisse in der Apotheke. Es erscheint eine neue Kollegin, die super aussieht und der alles scheinbar zufällt. Plötzlich läuft alles schief und Annie wirkt völlig überarbeitet. Die gesamte Situation ist einfach nur vorhersehbar und zudem recht unrealistisch, da kein Arbeitgeber seinem Angestellten zwei Monate Zwangsurlaub geben würde.
Außerdem kam mir die gesamte Handlung extrem überdramatisch vor. Selbst am Ende und das machte das Gesamte ein bisschen unrealistisch. Das ganze Hin und Her sorgte zudem dafür, dass das Knistern verloren ging und die Spannung dadurch fast überhaupt nicht vorhanden war.

Charaktere
Annie hat mir Anfangs noch recht gut gefallen mit ihrer spritzigen, humorvollen Art. Doch irgendwann ging ihr Witz für mich verloren und es wirkte beinahe albern. Zudem schien sich immer die gesamte Welt gegen sie zu verschwören und jeder schien über sie zu lästern, was ihre Person einfach überdramatisch darstellt, was mir nicht so zusagt.
Mit Max ging es mir ähnlich. Er gefiel mir gut und seine Neckereien waren belustigend, doch irgendwann nervten sie immer mehr und waren auch einfach nicht mehr amüsant. Zudem ist Max überhaupt nicht romantisch, nicht einmal am Ende. Dadurch hat die Romantik einfach komplett gefehlt, was ich wirklich schade finde, da es in diesem Buch schließlich um eine Liebesgeschichte geht.

Schreibstil
Der Schreibstil war für mich eigentlich das schlimmste am ganzen Buch, wobei ich damit hätte Leben können, wenn der Rest gepasst hätte. Mir war einfach vieles zu ausführlich und oftmals doppelt erklärt. Zum Beispiel wird beschrieben, dass Annies Mutter sie über alles liebt, sie aber früh Mutter geworden ist und deshalb ein schwierigeres Leben hatte. Trotzdem würde sie Annie nicht mehr hergeben wollen. Genau das ist eigentlich schon klar, denn wenn ihre Mutter sie über alles liebt, will sie schließlich auch, dass sie da ist.
Es gab auch viele Szenen, die meiner Meinung nach eher einer Aufzählung glichen, was es mir schwer machte, mich in die Geschichte einzufühlen. Die Gespräche haben mir dies auch nicht erleichtert, denn sie wirkten auf mich unecht. Mal spricht Annie wie eine erwachsene, gebildete Frau, im nächsten Moment würde ich fast behaupten, sie nutzt einen jugendlichen Slang, der einfach überhaupt nicht zu dem Eindruck, den ich von ihr habe, passt.



Auch ein hübsches Cover kann nicht über den Inhalt hinwegsehen lassen. Und der Inhalt war in diesem Fall leider enttäuschend für mich. Das gesamte Buch war einfach nicht stimmig und ich werde wohl kein weiteres Buch dieser Autorin lesen.








Rezensionen anderer Blogger

BuchBria (5/5)



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