Rezension | Black Blade - Das eisige Feuer der Magie von Jennifer Estep

16. Oktober 2015 | |
Piper | Reihe: Black Blade (Band 1) | Originaltitel: Cold Burn of Magic
368 Seiten | Taschenbuch | 14,99€

Klappentext
Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie - jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe.

Handlung & Umsetzung
Der Einstieg hat mir gleich schon sehr gut gefallen. Man wurde sofort mitten ins Geschehen gerissen und hat so einiges über Magier und ihre Fähigkeiten erfahren. Schon da klang die Idee toll und vielversprechend.
Zu Beginn werden viele Geheimnisse erwähnt, was die Spannung erst ein wenig steigerte, doch je länger diese Geheimnistuerei anhielt, desto lästiger wurde sie. Man erfährt bis zum Schluss nicht alles über die Protagonistin und das zieht sich mir persönlich einfach zu lange
Das ist aber auch der einzige inhaltliche Kritikpunkt. Denn das Buch hat mir gut gefallen. Die geschaffene Welt in der Stadt Cloudburst Falls (den Namen finde ich übrigens unglaublich schön!) gefällt mir sehr gut und die Handlung konnte mich gegen Ende noch sehr überraschen.

Charaktere
Die Protagonistin Lila fand ich anfangs noch sehr interessant mit ihrer taffen Art, doch irgendwann wurde es leider eher störend. Sie wurde teilweise so übertrieben hart dargestellt, dass es gekünstelt und nicht mehr echt wirkte. Und auch der Hass, den sie plötzlich für Devon und seine Familie empfindet, und der genauso schnell wieder abflammt, war für mich eher widersprüchlich. Trotzdem bin ich gespannt, wie sie im zweiten Band sein wird, denn Lila hat viel Entwicklungspotenzial.
Devon, der männliche Protagonist, hat mir dafür sehr gut gefallen. Er ist facettenreich und anfangs hatte ich ihn völlig falsch eingeschätzt. Als einen zurückhaltenden Jungen, der sich selbst nicht schützen kann, doch schon bald wird klar, dass mehr in ihm steckt.
Die Nebencharaktere sind auch wahre Schätze in diesem Buch. Egal ob Felix oder Mo, beide sind absolut sympathisch und als Leser schließt man sie schnell ins Herz.

Schreibstil
Der Schreibstil hat mir anfangs noch recht gut gefallen, doch nach und nach sind mir ein paar Dinge aufgefallen. So wird zum Beispiel schon zu Beginn sehr oft wiederholt, dass die Protagonistin sehr gut sehen kann, obwohl es ab einem gewissen Punkt einfach nur noch unnötig ist, das zu erwähnen. Außerdem fragte ich mich an manchen Stellen, wie Jennifer Estep noch so schreiben kann, wenn sie schon so viele Bücher veröffentlicht hat. Manchmal wirkt ihr Schreibstil nicht ganz ausgereift.
Besonders aufgefallen ist mir das bei Gesprächen mit den bösen Jungs. Sie sollten scheinbar sehr böse Dinge sagen, doch für mich klangen sie meist albern.
Trotzdem war Black Blade angenehm und leicht und vor allem schnell zu lesen. Es hat einen jugendlichen Stil und damit gut zur Protagonistin gepasst.



Esteps Schreibstil hat mir zwar nicht so gut gefallen, wie den meisten anderen, trotzdem war Black Blade toll zu lesen. Die Charaktere sind interessant und vielfältig und die Geschichte birgt einige überraschende Wendungen.




Rezensionen anderer Blogger


Kommentare:

  1. Hey Kate,

    Super schöne Rezension ♥ bei mir war es genau gleich im ersten Band. Habe aber diesen Monat den 2 Band gelesen und muss sagen er gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights :D Weiter lesen lohnt sich also wirklich. Bin gespannt auf deine Rezension zum zweiten Band.:)

    Liebe Grüße
    Ally

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    1. Wow, er gehört jetzt schon zu den Jahreshighlights? Wahnsinn!
      Ich würde ihn auch gerne noch lesen, muss aber leider gestehen, dass mir momentan nicht so der Sinn danach steht. Vielleicht wird das aber noch was :)

      Liebste Grüße ♥

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