Rezension | Faking it von Cora Carmack

30. November 2015 | |
lyx | Reihe: Losing it (Band 2) | Originaltitel: Faking it
352 Seiten| Taschenbuch | 9,99€

Klappentext
Max Miller hat ein Problem: Ihre Eltern haben sich zu einem Besuch angekündigt, und all die beschönigenden Halbwahrheiten, die sie ihnen über ihr Leben in Philadelphia erzählt hat, drohen aufzufliegen. Vor allem ihr Freund Mace ist mit seinen Tätowierungen alles andere als vorzeigbar. Da trifft Max den angehenden Schauspieler Cade und bittet ihn, sich ihren Eltern gegenüber als ihr Freund auszugeben. Doch Cade spielt seine Rolle zu gut, und Max weiß schon bald nicht mehr, wo ihr Spiel endet und wo echte Gefühle beginnen …


Wie ich in der Rezension zum ersten Band schon erwähnt habe, ich bin kein New Adult-Fan mehr, weil sie mir einfach zu wenig Abwechslung bieten. Bei Losing it war ich dann positiv überrascht, weil die Klischees sich in Grenzen hielten. Deshalb habe ich mich auch sehr auf Band zwei gefreut, wurde allerdings ein wenig enttäuscht.

Es war ein Anfang,
und das ist alles, was wir uns vom Leben wünschen können
– dass auf jedes Ende ein Neuanfang folgt.
                                         - S. 322


Handlung & Umsetzung
Das Fehlen der Klischees, das ich bei Band eins noch gelobt habe, wurde im zweiten Teil mit geballter Kraft wieder „gut“ gemacht. Denn da tauchten so gut wie alle wieder auf, was mir natürlich nicht wirklich gefallen hat. Angefangen, bei der schrecklichen Vergangenheit der Protagonistin, die der Leser erst nach und nach erfährt, bis hin zum ewigen Hin und Her der Beziehung, weil keiner gut genug für den anderen zu sein scheint.
Das, was bei NA-Romanen wohl für Spannung sorgen soll, löst bei mir meist genau das gegenteilige Gefühl aus und ich bin eher genervt. So war es leider auch ein wenig bei Faking it.
Trotzdem hat mir die Handlung gut gefallen, denn es geht um dein punkiges Mädchen mit Tattoos einer Band und einem Job als Tänzerin in einer Bar und einen Schauspielstudenten, der wirklich ein wenig wie der perfekte Schwiegersohn wirkt. Eine Kombination, die auf viel Spannung und Knistern hindeutet. Und so war es auch im ganzen Verlauf des Buches und trotz der Klischees, konnte es in einigen Punkten überraschen.
Die Handlung hat mir also insgesamt gefallen, nur der Epilog war meiner Meinung nach etwas enttäuschend.


Charaktere
Die Charaktere haben mir dafür viel besser als im ersten Band gefallen, wo ich sie noch ein wenig kritisiert habe, und sie waren meiner Meinung auch das, was das Buch doch noch interessant und spannend gemacht hat.
Den männlichen Protagonisten Cade kennen wir schon aus Band eins. Da hat er mir leider gar nicht so gut gefallen, bzw. man hat keinen wirklich Eindruck von ihm bekommen können. Er wirkte wie der heimliche Verehrer, der die Stimmung so ein bisschen gedrückt hat, weshalb ich auch einen eher negativen Eindruck hatte. Aber in Faking it hat sich das komplett geändert! Denn Cade ist toll. Er ist einfühlsam, humorvoll, ernst, kann auch aus sich herauskommen und nicht mehr so der „gute Junge“ sein. Meiner Meinung nach hat er einfach die perfekte Mischung, die einen männlichen Charakter interessant macht, und ich muss gestehen, dass ich mich ein klein wenig verknallt hab.
Max – oder auch Mackenzie, wie sie nicht genannt werden will – hat mir ebenso gut gefallen. Die Wankelmütigkeit ihres Charakters fand ich zwar nicht so gut und ging mir auch ein bisschen auf die Nerven, aber ihre taffe Art und wie sie mit Cade umgeht, hat mir außerordentlich gut gefallen. Sie ist eine starke Frau mit viel Selbstbewusstsein und war einfach nur interessant.


Schreibstil
Der Schreibstil war genau wie im ersten Band sehr toll, allerdings gab es in jedem Kapitel einen Sichtwechsel der Protagonisten und das gefällt mir nicht so gut. Es steht zwar immer dran, aus welcher Sicht das Kapitel nun geschrieben ist, aber ich war ab und zu trotzdem verwirrt, wessen Gedanken ich denn gerade lese. Ein paar Sichtwechsel weniger wären daher ideal gewesen.
Den Kritikpunkt vom ersten Band, mit den zu ausführlichen Gedanken, kann ich diesmal weglassen, denn im zweiten Band war das perfekt.



Abschließend ist Faking it ein unterhaltendes Buch, das inhaltlich nicht ganz mit dem ersten Band mithalten kann, durch die Charaktere aber doch wieder genauso gut wirkt. Wer also noch nicht genug von New Adult-Romanen hat, sollte der Losing it-Reihe eine Chance geben und wem der erste Band schon gefallen hat, dem wird auch der zweite sehr gut gefallen.






Weitere Bücher der Autorin

Losing it

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