Rezension | Losing it von Cora Carmack

23. November 2015 | |
lyx | Reihe: Losing it (Band 1) | Originaltitel: Losing it
322 Seiten | Taschenbuch | 8,99€

Klappentext
Bliss Edwards steht kurz vor dem Collegeabschluss und ist immer noch Jungfrau. Um dem abzuhelfen, beschließt sie, sich auf einen One-Night-Stand einzulassen. Im letzten Moment bekommt sie jedoch kalte Füße und lässt den attraktiven Fremden allein im Bett zurück – der sich kurz darauf als ihr neuer College-Dozent entpuppt ...


Losing it ist ein Young Adult-Roman, die ich eigentlich schon abgeschrieben hatte, weil sie sich meiner Meinung nach oft ähneln und immer wieder die gleichen Klischees behandeln - schreckliche Vergangenheit der Protagonistin; erschütternder Streit, der zur Trennung führt, die am Ende doch noch abgewendet wird, und draufgängerischer College-BadBoy trifft auf braves Mädchen.
Bei Losing it war das etwas anders. Sogar das hübsche Cover (das leider nicht ganz zum männlichen Protagonisten passt), deutet daraufhin, dass es sich hierbei nicht um einen dieser 0815-YA-Romane handelt.

Handlung & Umsetzung
Es geht um Bliss, die ein riesengroßes Problem damit hat, mit 22 noch Jungfrau zu sein, und die nur einen Weg sieht, dieses Dilemma aus dem Raum zu schaffen. Also macht sie sich mit ihrer besten Freundin auf, um sich einen heißen Kerl zu suchen.
Da fängt die Spannung schon an und steigert sich immer mehr, als sie Garrick den männlichen Protagonisten kennen lernt. Es knistert gewaltig und der erste Zusammenstoß hat mir gut gefallen, weil er sich echt angefühlt hat. Allerdings habe ich nur auf den Moment gewartet, in dem sie erfährt, dass er ihr neuer Dozent ist und das Warten hat sich in dem Fall allemal gelohnt, weil die Szene perfekt und lustig war. Der Roman bot insgesamt viel Humor und brachte mich durch die tollpatschige Bliss immer wieder zum Lachen.
Ein paar Klischees hatte das Buch dann aber doch noch zu bieten. Der erschütternde Streit wurde nicht ausgelassen und die Tatsache, dass plötzlich ihr bester Freund auf sie steht, war wohl genauso vorhersehbar wie das Amen in der Kirche.

Charaktere
Bliss, die weibliche Protagonistin, hat mir außerordentlich gut gefallen und ich konnte mich sehr mit ihr identifizieren, weil ich auch oft zu viel nachdenke, ungemein tollpatschig bin und Unsinn rede, wenn ich nervös bin. Für mich war sie eine tolle Protagonistin, allerdings trotzdem nicht ganz rund, weil das anfängliche Bild von ihr nicht mit der begnadeten Schauspielerin zusammenpasst, die sie ebenfalls ist.
Garrick war anfangs ähnlich unstimmig. Er ist der gutaussehende Brite, der in einer Bar liest, teilweise geschwollen spricht und College-Dozent ist, er ist aber auch der sexy Typ mit einem charmanten Grinsen, frechen Flirtsprüchen und einem Motorrad. Und obwohl er mir immer besser gefiel, wurde ich nicht ganz mit ihm warm, was wohl hauptsächlich an seiner Ausdrucksweise lag.

Schreibstil
Der Stil gefällt mir gut, weil er leicht zu lesen und mit viel Humor geschrieben ist. Bis auf die Sprache des männlichen Protagonisten passt alles gut zu einem YA-Roman. Aber auch hier sind wieder typische Klischees vertreten wie zum Beispiel die überdramatischen Sätze am Kapitelende, die ihre Wirkung bei mir leider vollkommen verfehlten - was allerdings nicht allzu schlimm ist.
Das Einzige, das mich gestört hat, sind die gedanklichen Selbstgespräche der Protagonistin, die mir hin und wieder zu übertrieben vorkamen.



Losing it ist definitiv etwas für alle Fans von Young Adult-Romanen, aber auch für diejenigen, denen YA-Bücher oft zu viel sind, denn Losing it geizt mit überflüssigen Klischees und überschüttet den Leser dafür mit viel Humor.
Ich werde die anderen Bücher der Reihe definitiv noch lesen und darauf hoffen, dass mir die anderen männlichen Protagonisten besser gefallen - auch wenn ich erst einmal wieder eine kurze YA-Pause brauche.



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