Rezension | Christmaslove - Ein Kuss zu Weihnachten von Valea Summer

12. Dezember 2015 | |
Selfpublishing | 68 Seiten
eBook | 0,99€

Klappentext
Ein schwerer Schicksalsschlag veranlasst Cailin dazu ihre Heimat zu verlassen. Ein Jahr später beschließt sie wieder nach New Abbey zurückzukehren. Unterwegs bleibt sie im verschneiten London hängen und trifft dort auf einen alten Freund, der ihren Schmerz teilt. Doch das Wiedersehen bringt nicht nur Cailins Gefühlswelt völlig aus dem Gleichgewicht.


Handlung & Umsetzung
Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Er war emotional und man wird sofort in den Konflikt des Kurzromans, nämlich die Trauer um die verstorbene beste Freundin der Protagonistin, eingeführt. Dann schreitet die Handlung recht schnell voran durch das Auftauchen eines früheren Bekannten.
Ab diesem Moment geht dann alles ziemlich schnell, meiner Meinung nach zu schnell. In einem Kurzroman ist natürlich nicht der Platz, um alles ausführlich zu beschreiben, aber ich habe den Eindruck, dass der Fokus auf manche Szenen (oft auch eher unnötige) gelegt wurde und andere dadurch etwas zu kurz kommen. Es gibt kein richtiges Mittelmaß, was ich sehr schade finde.
Irgendwann wurde mir die Trauer dann auch zu sehr zelebriert. Dass Cailin um ihre beste Freundin trauert - gerade zur Weihnachtszeit - ist verständlich, aber dass es jede Sekunde ihres Lebens ausfüllt, ist eher störend und unrealistisch.
Und dann (so in der Mitte des Kurzromans) kommt endlich Romantik auf, knisternde Romantik! Und gleichzeitig eine Spannung, die die letzten Seiten des Buches wie im Wind vergehen lässt. Zu dem bietet das Buch auch noch eine kleine Prise Erotik (wobei diese Szene wohl zu den eher unnötigeren gehört) und zum Schluss noch einmal jede Menge Emotionen und ein schönes Ende.

Charaktere
Zu Beginn des Kurzromans und auch im späteren Verlauf wird nicht ganz klar, in welcher Beziehung die Protagonisten zueinander stehen. Dass sie sich von früher kennen und beide in Verbindung mit der Verstorbenen standen erfährt man sofort, aber es wird nie wirklich erwähnt, wie es zwischen ihnen war. Ob sie nur Freunde waren, gute Freunde oder vielleicht sogar mehr.
Cailin war mir Anfangs noch sehr sympathisch, aber sie lässt ihr Leben zu sehr von der Trauer bestimmen und für mich war es einfach zu viel. Eigentlich ist sie mir in allen Belangen zu extrem. Sie wehrt sich sehr gegen Logans Vorschlag, lässt sich dann aber sehr leicht überzeugen, sie braucht noch dringend Geschenke und möchte diese besorgen, aber als Logan vorschlägt, sie zu begleiten, sträubt sie sich gegen das Geschenkekaufen.
Logan war mir da schon ein bisschen stimmiger, weil er von Anfang an durchblitzen lässt, dass er in Cailin mehr als nur eine Freundin sieht. In Anbetracht ihrer Verbindung zu seiner verstorbenen Verlobten fand ich sein Verhalten ab und zu auch nicht ganz unbedenklich. Aber er war mir auf jeden Fall sympathisch.

Schreibstil
Anfangs wirkte der Schreibstil noch recht unscheinbar und leicht leserlich, aber dann tauchten hin und wieder ein paar umständliche Sätze auf, die den Lesefluss etwas gestört haben.
Wie in der Handlung schon erwähnt, kamen einige unnötige Szenen vor, die in einem Kurzroman vermieden hätten werden können, um den Fokus auf wichtigere Dinge zu lenken. So waren mir die Gedanken der Protagonistin auch viel zu sehr ausgebaut, während die Handlung etwas zu kurz kam.




Christmaslove ist ein nettes weihnachtliches Leseerlebnis mit einigen Ecken und Kanten. Und obwohl ich den Schreibstil eher gewöhnungsbedürftig, die Handlung nicht immer zielgerichtet fand und mir die Romantik nicht genug vorkam, war dieser Kurzroman unterhaltend.
Mit richtigem Schnee vor dem Fenster wäre es ein noch winterlicheres Leseerlebnis geworben, aber man kann leider nicht alles haben.






Rezensionen anderer Blogger



Kommentare:

  1. Hallo Kate,

    ich habe das Buch auch in der Leserunde gelesen. Deine Rezension gibt sehr treffend das Buch wieder. Es hatte einige Schwächen, ist aber dennoch ein Kurzroman, der Lust auf Winter und Weihnachten macht.
    Die Romantik kommt nicht zu kurz. Schön um in weihnachtliche Vorstimmung zu kommen.

    Liebe Grüße Tanja

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    1. Hallöchen,
      ja, wenn man immer im Hinterkopf behält, dass es eben nur ein Kurzroman ist, ist es auf jeden Fall ein unterhaltendes Leseerlebnis. Ich bin gespannt auf deine Rezension :)

      Liebste Grüße ♥

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  2. Hallöchen Kate,
    also auch kein Weihnachtsbuch, dass man lesen muss. :( Sehr schade. Ich bin ja immernoch auf dem Suche nach DEM Weihnachtsbuch. Leider sind bisher alle irgendwie mittelmäßig gewesen. D:

    Liebst, Lotta

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    1. Leider nicht. Ich hab ja nie besonderen Wert darauf gelegt, an Weihnachten ein Weihnachtsbuch zu lesen, aber wäre schon mal ganz schön.
      Ohne Schnee draußen ist das ja aber auch nicht so dolle :/

      Liebste Grüße ♥

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