Rezension | Von wegen Liebe von Kody Keplinger

21. Dezember 2015 | |
cbt | Originaltitel: The Duff | 352 Seiten
Taschenbuch | 8,99€

Klappentext
Das hat Bianca gerade noch gefehlt. Der eingebildete Wesley, dem alle Mädchen an ihrer Schule zu Füßen liegen, spricht sie an. Und hat die Stirn, ihr rundheraus zu sagen, dass er das nur tut, um an ihre hübsche Freundin ranzukommen. Schneller, als er denken kann, hat er ihre Cola im Gesicht. Auf so jemand fällt Bianca nicht rein. Aber als zu Hause alles schief geht, lässt sie sich doch mit ihm ein. Heimlich und völlig unverbindlich, versteht sich. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Oder?


Von wegen Liebe habe ich zusammen mit den Kinotickets gewonnen und weil die Zeit nicht mehr gereicht hat, konnte ich das Buch leider nicht mehr vor dem Film lesen. Dafür habe ich das jetzt nachgeholt und kann endlich davon berichten und einen Vergleich ziehen.
Zu erst einmal sei gesagt, dass der Film doch ganz anders als das Buch ist. Die einzigen Parallelen sind der Begriff DUFF und die Namen der Charaktere sowie größtenteils deren Eigenschaften. Anders als im Film sind Bianca und Wesley im Buch keine Nachbarn, es besteht kein richtiges Bekanntschaftsverhältnis und auch Toby Tucker wird in Wirklichkeit ganz anders dargestellt.
Trotzdem hat mir beides - Buch und Film - gefallen.

Handlung & Umsetzung
Der Einstieg im Buch hat mir supergut gefallen. Er war sehr lustig und während dem Lesen hatte ich immer wieder die Stimme der Film-Bianca im Kopf, was das ganze noch viel lustiger gemacht hat.
Man wird sofort in den Konflikt des Buches eingeführt: nämlich dass Bianca eine Duff sein soll und ihr das Wort, seit Wesley sie so genannt hat, nicht mehr aus dem Kopf geht. Aber es kommen noch weitere Spannungspunkte dazu, wie zum Beispiel die Abwesenheit von Biancas Mutter, und ihr trockener Vater, der etwas ins Wanken gerät.
Obwohl all diese Punkte klare YA- und NA-Klischees sind, die mir eigentlich mittlerweile ziemlich auf die Nerven gehen, sind sie in diesem Buch so gut verpackt, dass es mir gar nicht wirklich so vorkam.
All diese Probleme lenken Bianca schließlich in Wesleys Arme, wo sie Ablenkung findet. Und dann geht alles eigentlich ziemlich schnell. Das Verhältnis der beiden Protagonisten wird nur Häppchenweise beschrieben und es vergeht innerhalb des Buches eine Menge Zeit, was für den Leser aber gar nicht so rüberkommt.
Die oben genannten Probleme spitzen sich schnell zu einer Art Höhepunkt zu, lösen sich danach aber sehr schnell wieder in Luft auf, um Platz für die obligatorische Dreiecksbeziehung zu schaffen, die meiner Meinung nach definitiv nicht mehr nötig gewesen wäre.

Charaktere
Die Charaktere waren sehr abwechslungsreich und im großen und ganzen denen im Film sehr ähnlich.
Bianca ist eine kleine Zynikerin, was sie unheimlich sympathisch macht. Ihre Sprüche sind nicht ganz so lustig wie im Film, aber ich habe trotzdem eine Menge gelacht. Im Buch kommt natürlich viel mehr ihr Zwiespalt rüber, den sie wegen dieser Duff-Sache hat und wie sehr es sie belastet.
Wes sieht im Buch schon mal etwas anders aus, was eine kleine Umstellung ist. Allerdings hatte ich beim Lesen dann doch immer den Film-Wesley im Kopf, was aber definitiv kein Weltuntergang ist (ich mein, Robbie Amell ist auch nett anzusehen).
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, wobei mir Toby im Buch dann doch etwas zu nett und zu streberhaft war. Klarer Sieg für Wesley meinerseits ;)

Schreibstil
Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen, wobei er auch nicht unbedingt etwas besonderes ist. Er ist einfach gehalten und lässt sich gut lesen. Vor allem Biancas zynischen Parts haben mir gut gefallen.
Allerdings gab es auch einige Stellen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie etwas zu langatmig, wenn nicht sogar überflüssig, sind.



Wenn man bedenkt, dass mir beim Lesen aufgefallen ist, dass ich das Buch vor Jahren schon einmal gelesen habe und es einfach nicht mehr wusste, spricht das vielleicht nicht unbedingt für Von wegen Liebe. Aber dieses Buch ist trotzdem extrem lustig und unterhaltend und macht jede Menge Spaß. (Ebenso der Film)




Kommentare:

  1. Hey Kate :)
    Oh, den Film wollte ich unbedingt sehen! Aber irgendwie hab ich es nicht geschafft :( Mega cool, dass du Tickets und Buch gleich zusammen gewonnen hast! Das Buch klingt gut. Wundert mich aber, dass Film und Buch so wenig gemein haben. Was würdest du denn sagen lohnt sich mehr?
    Schöne Rezension, wie immer ;)
    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Hallöchen,
      schwer zu sagen, finde ich. Ich persönlich fand den Film vielleicht ein bisschen lustiger, aber ich mag den Cast auch total gerne. Ich würde dir einfach wie immer raten, zuerst das Buch zu lesen :)

      Liebste Grüße und Danke ♥

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  2. Mich konnte das Buch an sich gar nicht mal so überzeugen, aber ich glaube, als Film funktioniert das ganze ziemlich gut. Ich muss ihn noch unbedingt sehen :)
    Liebst, Lara.

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    1. Ja, da hast du vielleicht Recht, dass die Idee einfach besser für einen Film gemacht ist. Denn wie du sagst, ganz überzeugt war ich von dem Buch auch nicht, aber den Film könnte ich mir immer wieder ansehen :D

      Liebste Grüße ♥

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