Gemeinsam lesen #4



Eine gemeinsame Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher,
ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei
Sooo, jetzt kommt mein Gemeinsam lesen auch noch. Der Sturm heute hat meine Pläne leider sehr durcheinander gewirbelt und heute schon ein paar Mal für Stromausfälle gesorgt.
Deshalb bin ich froh, diesen Post jetzt endlich veröffentlichen zu können und hoffe, dass der Strom jetzt auch da bleibt.
Viel Spaß beim Lesen :)



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Kuss des Feuers aus der The Darkest London Reihe von Kristen Callihan.
Seite 352 von 412

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Wundervoll, schön, herrlich, umwerfend, entzückend.
Wirklich sehr aussagekräftig :D

3. 
Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Ich bin immer noch von dem Buch begeistert und ich habe Archers großes Geheimnis erfahren! Das sollte ein Feiertag werden, weil die Autorin es sooo lange herausgezögert hat. Ich verstehe zwar leider immer noch nicht alles, aber so ist ein Buch ja erst richtig gut und spannend.
 
4. Gibt es ein buchiges Event in diesem Jahr, auf das ihr euch besonders freud, oder gab es mal was in der Vergangenheit, was euch so sehr begeistert hat, dass ihr es euch ganz bald mal wieder wünschen würdet?
Ich wollte schon so lange mal auf eine Buchmesse, aber hab's bisher leider noch nicht geschafft.
Worauf ich mich dieses Jahr freue, ist ganz klar: Susan Elizabeth Phillips! Sie kommt für eine Lesereise nach Deutschland und leider konnte ich sie vor ein paar Jahren nicht sehen, als sie schon einmal da war, aber dieses Jahr muss es klappen!

Monatsrückblick | März 2015



Da ich in diesem Monat immer noch frei und keine Uni hatte, hatte ich viel Zeit zum Lesen. Und ich denke, ich kann stolz auf mich sein, auch wenn viele Buchblogger monatlich wesentlich mehr lesen, was mich immer wieder aufs Neue erstaunt.
Obwohl ich so viel gelesen habe, ist der Stapel an Neuzugängen trotzdem größer, was ziemlich erschreckend ist.
Vorsatz für den April ist also: Nicht mehr so viele Bücher kaufen und SuB abbauen!

Alter SuB-Stand: 35


Gemeinsam lesen #3

Eine gemeinsame Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher,
ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Den dritten Teil der Revenant-Trilogie, Von den Sternen geküsst von Amy Plum.
Ich bin gerade auf der Seite 395 von 412. Bin also gleich fertig :)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
*Achtung Spoiler!*
" Wie gebannt und gelähmt von Entsetzen und Erleichterung starre ich auf den blutigen Haufen, der einst Violette war."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Ich bin jetzt ja fast mit der Trilogie fertig und liebe sie immer noch so sehr wie bei der ersten Seite. Der letzte Band war jetzt leider oft sehr vorhersehbar, aber er ist trotzdem unglaublich schön und ich bin gespannt, wie er ausgeht.
Es folgt dann sowieso noch eine Rezension, aber nur eine kurze, weil es zu lange her ist, dass ich die ersten beiden Teile gelesen habe und einfach alles, was ich sagen könnte, gespoilert wäre.

4. Welches Buch würdest du einem absoluten Lesemuffel empfehlen, um ihn davon zu überzeugen, dass Lesen einfach das absolut tollste ist? Und warum gerade dieses Buch?
Puh, das ist wirklich schwer, weil ja nicht jedem das gleiche Genre gefällt. Ich denke, ich würde die Twilight-Saga empfehlen, auch wenn jetzt wahrscheinlich viele die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der Grund ist, dass ich selbst durch Twilight zum Lesen gefunden habe und seit diesen Büchern unglaublich gerne lese. Der Hype um die Bücher und Filme hat es wirklich ein bisschen kaputt gemacht, wodurch es sich vielleicht nicht mehr ganz so gut dazu eignet, einen Lesemuffel zu bekehren.
Also würde ich tatsächlich noch die Revenant-Trilogie empfehlen, weil sie spannend, außergewöhnlich und einfach nur toll ist. Es gibt einfach so viel, das an ihr toll ist. Die Trilogie spielt in Paris, beinhaltet nicht diesen 0815-geheimnisvollen-Bad Boy-Typen und handelt von mystischen Wesen, von denen ich vorher in dieser Art noch nichts gehört habe.
Ich denke, das wäre ein ganz guter Tipp, um dem gehypten Twilight auszuweichen.


Liebster Award

20. März 2015 | | 6 Kommentare

Ich bin zwar nicht nominiert worden, aber Denise von Books, Histories and Secrets hat in ihrem Beitrag dazu aufgerufen, dass jeder ihre Fragen beantwortet, der Lust dazu hat. Deshalb tue ich das jetzt.
Ich beantworte also die von ihr erdachten Fragen.

1. Welches Gemüse kannst du nicht ausstehen?
Auberginen...ich hasse Auberginen! Sie schmecken komisch, fühlen sich eklig an. Ich mag sie einfach überhaupt nicht, und das wird sich, glaube ich, auch nie ändern!

2. Wo warst du das letzte Mal in den Ferien?
In Italien am Gardasee. Das war letzten Sommer und es war eigentlich ganz okay. Leider hat sich unsere Gruppe in der Zeit nicht immer verstanden, deshalb war es ab und zu mal ein bisschen unangenehm, aber im Großen und Ganzen war es ein toller Urlaub.

3. Welches Buch kannst du als Strandlektüre empfehlen?
Als Strandlektüre vielleicht etwas leichtes. Also nicht unbedingt ein düsteres Buch oder eine Dystopie. Ich würde ein Young Adult Buch empfehlen oder etwas von Susan Elizabeth Phillips (die nebenbei eine herausragende Autorin ist!). Vielleicht "Bleib nicht zum Frühstück" oder "Wer ja sagt, muss sich wirklich trauen". Zwei schöne Romanzen, die sich meiner Meinung nach hervorragend für den Strand eignen.

4. Welche Stadt willst du in deinem Leben unbedingt einmal gesehen haben?
Hm...das sind eigentlich so die "Standardstädte", die ziemlich viele Leute einmal sehen wollen. Paris, New York, Los Angeles, New Orleans and so on :D

5. Dein aktueller Ohrwurm?
Mein aktueller Ohrwurm. Ich muss zugeben, dass ich gerade gar keinen Ohrwurm habe, was ziemlich ungewöhnlich für mich ist. Aber es gibt ein Lied, das ich gerade ständig hören könnte. Und das ist Mama ain't proud von Guy Sebastian. Keine Ahnung warum, aber ich liebe dieses Lied!

6. Was fällt dir spontan zum Sommer ein?
Sonne, baden, Blumen.

7. Wenn du ein eigenes Cover gestalten könntest, wie würde es aussehen?
Ich habe ehrlich gesagt schon einmal ein Cover gestaltet...schon mehrere, um ehrlich zu sein. Sie sehen nicht schlecht aus (im Gegenteil!), aber eben auch nicht wirklich professionell. Ich überlasse sowas also lieber den Profis :D

8. Wenn du ein Kaugummi wärst, welche Geschmacksrichtung wärst du? 
Ananas! Warum? Weil ich gerade Kaubonbons esse und die in der Geschmacksrichtung Ananas schmecken einfach am besten. Die sind soooo lecker!




Rezension | Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte von Jessica Parks

20. März 2015 | | Kommentieren
Loewe | Originaltitel: Flat-out Love | 384 Seiten
Hardcover | 17,95€

Klappentext
Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn unternimmt. Zugegeben, ihres sehr gut aussehenden Bruders Finn. Der befindet sich zwar gerade auf Weltreise, schreibt aber E-Mails, die Julies Knie butterweich werden lassen. Doch wieso zögert er seine Rückkehr immer weiter hinaus? Weshalb stört sich niemand an seinem platt gedrückten Doppelgänger? Und verliebt Julie sich tatsächlich gerade in eine Pappfigur?



Handlung & Umsetzung
Man muss schon sagen, dass der Titel auf den ersten Blick etwas seltsam wirkt – und das liegt nicht nur an der Länge. Aber er weckt auf jeden Fall das Interesse und macht neugierig.
Bei diesem skurrilen Titel erwartet man eine humorvolle Liebesgeschichte und so ist es anfangs auch. Doch dann erweist sie sich als unerwartet dramatisch, emotional und tiefgründig. Das Buch durchlebt am Ende eine komplette Wendung und wendet sich von der Komödie ab, für die man es zu Beginn hält.

Charaktere
Die Charaktere an sich fand ich sehr interessant und bis auf die Protagonistin Julie fand ich alle stimmig. Bei ihr haben mir ein paar Charakterzüge nicht 100% zusammengepasst. Sie wirkt sehr frech und abgeklärt und flirtet auch gerne, ist aber völlig unerfahren und erscheint manchmal auch etwas unsicher. Außerdem hat sie ein wirklich merkwürdiges Verhältnis zu ihrer Familie, das nicht wirklich aufgeklärt wird und sich mir einfach nicht erschließt.
Matt jedoch hat mir sehr gut gefallen, weil er nicht so ein 0815-Typ ist. Er studiert Mathe und Physik, trägt T-Shirts mit irgendwelchen Sprüchen drauf und ist einfach nur ein Nerd. Er wirkt ein bisschen schüchtern und zurückhaltend, aber auch sehr sympathisch.
Von Finn erfährt man anfangs nicht viel, außer dass er auf Weltreise ist, für Wohltätigkeitsorganisationen arbeitet und einen Papp-Doppelgänger hat, der von seiner Schwester überall mit hingeschleppt wird. Im Laufe des Romans erfährt man dann immer mehr über Finn. Er ist abenteuerlustig, humorvoll und kann scheinbar nur selten ernst sein.
Eine ebenso wichtige Rolle spielt Celeste, Finn und Matts kleine Schwester, die sehr verschlossen ist. Julie ist sofort klar, dass dahinter mehr stecken muss als nur das Vermissen ihres Bruders. Doch erst am Ende der Geschichte erfährt Julie, was mit dieser Familie, die sie so ins Herz geschlossen hat, wirklich passiert ist.

Schreibstil
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist fließend und es ist stimmig aus der Sicht der Protagonistin geschrieben, sodass man auch ihre amüsanten Gedanken lesen kann. Immer wieder hat die Autorin kleine Facebook Status-Updates der drei Hauptpersonen eingebaut, die ich lustig und toll fand, weil man die Gedankenwelt der Charaktere  noch ein bisschen besser kennen lernen konnte, aber leider waren sie völlig unzusammenhängend. Es gab vielleicht gerade mal einen Status, der direkt in Verbindung zu dem Inhalt des darauffolgenden oder vorgehenden Kapitel stand, was ich ein bisschen Schade fand. Mir hätte es besser gefallen, wenn alle irgendeinen Bezug auf den Inhalt des Buches gehabt hätten. Die Nachrichten, die Finn und Julie ausgetauscht haben, haben mir auch sehr gut gefallen.





Das Buch hat sich ganz anders entwickelt, als ich es anfangs erwartet habe, war dann aber doch sehr vorhersehbar. Man kann gemeinsam mit Julie rätseln, was es mit Papp-Finn wirklich auf sich hat, und alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen.



Rezension | Die Auserwählten in der Todeszone von James Dashner

18. März 2015 | | Kommentieren
Folgeband → Achtung: Spoiler!!
Carlsen | Originaltitel: The Death Cure | Reihe: Maze Runner-Trilogie (Band 3)
464 Seiten | Taschenbuch | 19,99€

Klappentext
Thomas wird sich auf keinen Fall den Kopf aufschneiden lassen! Auch wenn er durch diese Operation sein Gedächtnis zurückbekommen soll. Denn den Wissenschaftlern von ANGST darf man nicht trauen. Nicht nach all den grausamen Prüfungen, die Thomas und seine Freunde durchstehen mussten. Nicht nach all den Versprechen, die gebrochen worden sind. Thomas muss endlich dafür sorgen, dass ANGST ihn nie wieder kontrollieren und manipulieren kann.


Das Abenteuer von Thomas und seinen Freunden geht weiter. Wieder sind sie nach einer erfüllten Aufgabe bei ANGST und hegen die Hoffnung, dass nun wirklich alles vorbei ist.
Natürlich ist dem nicht so. Thomas wird von seinen Freunden getrennt und muss eine erneute Aufgabe erfüllen. Im Nachhinein erfährt er, dass auch die anderen Lichter Aufgaben bewältigen mussten. Als ihnen die Chance gegeben wird, ihre Erinnerungen wieder zu erlangen, ist für Minho, Newt und Thomas klar, dass das eine Falle sein muss. Gemeinsam versuchen sie, auszubrechen und werden dabei von Jorge und Brenda unterstützt. Sie fliehen nach Denver, wo die drei Jungs zum ersten Mal sehen, wie eine Stadt nach den Sonneneruptionen aussieht.
In der Stadt läuft jeder mit Tüchern vor Mund und Nase herum, jeder meidet Körperkontakt mit anderen und Wachen kontrollieren wahllos irgendwelche Leute, ob sie infiziert sind. Für die Infizierten gibt es einen Ort, an dem sie von den gesunden Menschen getrennt leben können, und der Bevölkerung wird weisgemacht, dass die Situation unter Kontrolle ist.
Als Thomas und seine Freunde in den Kontakt mit einer Organisation treten, die gegen ANGST arbeitet und Der Rechte Arm heißt, erfährt er aber, dass dem nicht so ist. Er will sich der Organisation anschließen, um ANGST endlich aufzuhalten, doch auch diesmal stellt sich Thomas wieder die Frage, wem er eigentlich trauen kann.
Das Buch hat sich komplett anders entwickelt, als ich es erwartet hatte. Zwischendurch fand ich es nicht ganz so gut, aber mittlerweile finde ich, dass es ein gelungener Abschluss für diese Trilogie ist. Es passiert wirklich viel, und vor allem so viel, womit man nicht gerechnet hätte. ANGST spielt in dem letzten Teil natürlich immer noch eine große Rolle, aber man kommt endlich mal über die Mauern von ANGST hinaus und sieht die Welt, in der die Menschen in dieser Trilogie leben müssen.
Gefühlsmäßig war das Buch leider nicht sehr überwältigend. Ich bin eigentlich eine Person, die bei traurigen Büchern weint und bei Dramen oft noch Tage später völlig mitgenommen ist. Aber das Buch hat mich emotional leider nicht richtig gepackt. Es kommen traurige Stellen vor, bei denen es sich eigentlich angeboten hätte zu weinen, aber irgendwie ist es nicht passiert.



Nach dem enttäuschenden zweiten Band hat es James Dashner mit dem dritten wieder gut gemacht. Die Trilogie findet einen gelungenen und spannenden Abschluss, und ich bin froh, die Reihe gelesen zu haben.
Insgesamt gesehen war das eine tolle Reihe mit einigen Schwächen und so seltsam es klingt: Mir gefallen die Filme etwas besser.





Weitere Bücher des Autors

LabyrinthBrandwüste

Gemeinsam lesen #2

Eine gemeinsame Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher,
ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Da letzte Woche Die Auserwählten in der Brandwüste dran war, lese ich diese Woche natürlich den dritten Teil: Die Auserwählten in der Todeszone.
Und ich bin auf Seite 299 von 523.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Als Thomas zurückkam, saß Minho mit Brenda und Jorge zusammen.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Weil ich vom zweiten Teil ein wenig enttäuscht war, habe ich gehofft, dass der dritte etwas besser wird. Also wenn man eines über die Trilogie sagen kann, dann: Sie ist unvorhersehbar! Das Ganze verläuft völlig anders als ich es erwartet habe und ich weiß im Moment auch nicht, in welche Richtung es sich entwickeln wird.
Man könnte denken, dass es das Buch spannender machen sollte, aber irgendwie springt der Funken nicht über, und ich bin froh, wenn ich die Trilogie fertig habe. Die Bücher sind zwar wirklich nicht schlecht, aber ich glaube, dass auf meinem SuB noch Bücher warten, die mir besser gefallen werden.



4. Was ist euer liebster Leseplatz?
Mein Bett! Ich lese sonst eigentlich nirgendwo, außer ich bin unterwegs und lese im Bus oder im Zug.
Aber das stimmt eigentlich gar nicht. Ich lese auch sehr gerne in der Wanne! Das finde ich echt entspannend und da hat man auch wirklich mal vollkommene Ruhe zum Lesen.

Rezension | Die Auserwählten in der Brandwüste von James Dashner

16. März 2015 | | Kommentieren
Folgeband → Achtung: Spoiler!!
Carlsen | Originaltitel: The Scorch Trials | Reihe: Maze Runner-Trilogie (Band 2)
496 Seiten | Taschenbuch | 9,99€

Klappentext
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, endlich wären sie frei. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und ein tödlicher Virus. Und noch immer halten die undurchsichtigen Schöpfer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren …


Weil ich das Ende des ersten Teils sehr aufregend fand, war ich sehr gespannt auf den zweiten Teil. Und hier wurde von Anfang an so eine Spannung erzeugt, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Denn wieder müssen die Lichter um ihr Leben bangen, obwohl sie sich in Sicherheit wähnten. Durch die Andeutung, dass alle den Brand haben und es noch eine zweite Gruppe gibt, haben sich meine Erwartungen in eine Richtung gelenkt.
Die Jungs müssen sich durch die Brandwüste kämpfen und ich hatte gleich so ein Bild im Kopf, dass ein Kampf mit der anderen Gruppe bevorsteht und wieder ein paar Monster á la Griewer auftauchen. Meine Vorstellung hat sich leider nicht erfüllt. Es kommen wieder verrückte Erfindungen von ANGST vor und auch die Cranks, über die man schon am Ende des ersten Teils etwas erfahren hat, spielen eine große Rolle, aber die Spannung, die am Anfang aufgebaut und quasi angekündigt wurde, konnte nicht wirklich erfüllt werden.
Thomas wird wieder vor Aufgaben und Prüfungen gestellt und muss sich erneut fragen, wem er wirklich trauen kann und ob Teresa zu dieser kleinen Vertrauensgruppe zählt. Denn auch sie wird von ANGST zu (sogar für sie selbst) unvorstellbaren Dingen gezwungen.
Zum Schluss kommen dann auch wieder ein paar von ANGST erschaffene Monster vor, die aber lange nicht so furchteinflößend wie die Griewer erscheinen und im Vergleich zu dem, was die Lichter im Labyrinth durchmachen mussten, ein wirklich nur kleines Hindernis darstellen.




Ich habe mir von diesem Teil viel mehr Drama, Action, Kampf und Blut erhofft, was leider ein wenig enttäuschend ausfiel. Im Vergleich zum ersten Teil hat James Dashner im zweiten etwas nachgelassen und leider nicht die Spannung genutzt, die durch die Flucht aus dem Labyrinth und die neue Aufgabe der Brandwüste entstanden ist.




Weitere Bücher des Autors

LabyrinthTodeszone

Rezension | Die Auserwählten im Labyrinth von James Dashner

15. März 2015 | | Kommentieren
Carlsen | Originaltitel: The Maze Runner | Reihe: Maze Runner-Trilogie (Band 1)
496 Seiten | Taschenbuch | 9,99€

Klappentext
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht Thomas einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben, und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um es herauszufinden ...


Handlung & Umsetzng
Die Handlung unterscheidet sich etwas von der im Film, aber im Großen und Ganzen geht es um dasselbe: Thomas wacht auf einer Lichtung umgeben von hohen Mauern auf und muss mit vielen weiteren Jungen, die dort schon leben, einen Ausweg aus dem Labyrinth finden, von dem sie umgeben sind und das nachts seine Form verändert. Es gab ein paar Dinge, die anders waren. Zum Beispiel kam mir Alby im Film nicht so negativ und aggressiv vor wie im Buch. Auch das Labyrinth wird im Film etwas anders dargestellt.
Anfangs war es etwas schwer, sich in das Buch einzufinden, weil man an Thomas Stelle ist, der sich lediglich an seinen Namen erinnern kann. Er weiß nichts von seiner Vergangenheit oder wie er auf der Lichtung gelandet ist. Er muss sich zwischen all den Jungen zu Recht finden, die sich komisch benehmen und komische Begriffe verwenden, die weder er noch ich verstanden habe. Da kam dann auch wieder eine Situation auf, bei der ich mir nur dachte: Wieso? Thomas ist gerade auf der Lichtung gelandet und hat natürlich jede Menge Fragen, die man auch als Leser hat. Er wird aber lediglich mit der Aussage „Morgen bekommst du alles erklärt, stell jetzt keine Fragen.“ abgespeist, was ich irgendwie nicht so toll fand. Wollte der Autor damit Spannung erzeugen? Ich fand es eigentlich eher nervig. Eine weitere Sache, die mich gestört hat, ist, dass immer wieder Streitereien eingebaut wurden, die ich einfach nur übertrieben und unnötig fand. Es kam mir manchmal so vor, als würden sich zwei Kleinkinder um den besten Schnuller streiten; also völlig unpassend.

Charaktere
Die Charaktere fand ich aber ganz gut dargestellt. Bis auf die Tatsache, dass irgendwie alle anfangs unnötig negativ und ein wenig aggressiv erscheinen, gibt es viele unterschiedliche Charaktere, deren Entwicklung man im Laufe des Buches (bzw. der ganzen Reihe) gut mitverfolgen kann.

Schreibstil
Da ich den Film vorher gesehen habe – und davon ausging, dass nur gute Bücher verfilmt werden – hatte ich große Erwartungen an das Buch. Die wurden anfangs dann leider etwas enttäuscht, weil ich mit dem Schreibstil nicht wirklich klar gekommen bin. Ich mag es nicht, wenn ein Erzähler alles immer kommentiert. Ich bin bei Schreibstilen generell sehr kritisch und mir fällt es wirklich schwer zu erklären, was genau ich meine. Jedenfalls hat mir der Autor zu oft irgendwelche Aktionen kommentiert, die eigentlich selbsterklärend sind.




Letztendlich würde ich fast sagen, dass ich den Film besser fand (wobei ich nicht weiß, ob das ganz objektiv ist, weil ich den Film schließlich zuvor gesehen habe), aber es auf jeden Fall wert ist, das Buch auch noch zu lesen. Ich habe mehr erwartet und war deshalb etwas enttäuscht, aber es ist trotzdem gut.




Weitere Bücher des Autors

BrandwüsteTodeszone


Rezension | Gated von Amy Christine Parker

12. März 2015 | | Kommentieren
dtv | Reihe: Gated (Band 1) | 336 Seiten
Originaltitel: Gated | Hardcover | 16,95€

Klappentext
Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf . . .


Handlung & Umsetzung
Zu allererst: Dieses Buch habe ich geradezu verschlungen!
Es war wirklich super spannend, und ich mag solche Geschichten über den drohenden Weltuntergang und die Manipulation der Gesellschaft bzw. Gemeinschaft sehr gerne.
Lyla und die Gemeinde befolgen Pioneers Gesetze, ohne darüber nachzudenken, was einem zu Beginn noch ein bisschen seltsam aber auch harmlos vorkommt. Im Laufe der Geschichte merkt man dann aber, dass viel mehr dahintersteckt, als eine kleine Gemeinschaft, die sich vor dem nahenden Weltuntergang retten will.
Die Situation spitzt sich immer weiter zu, als Lyla Cody kennen lernt und die Welt außerhalb ihrer Gemeinde immer mehr Interesse an ihnen findet. Man sieht immer mehr Pioneers wahres Gesicht. Und wo das Buch noch harmlos begonnen hat, merkt man schon bald, wie viel Kontrolle Pioneer wirklich über die Gemeinde hat. Ich fand es wirklich sehr interessant, vor allem diese Psychospielchen, mit denen Pioneer alle auf seine Seite zieht und es sogar schafft, dass sich Eltern nicht mehr schützend vor ihre Kinder stellen.
Das Buch endet für Lyla wirklich dramatisch, weil sie am Ende die Welt zwar so sieht, wie sie wirklich ist, ihr aber nicht traut. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie sich im zweiten Teil schlagen wird.

Charaktere
Die Hauptperson Lyla ist mir sofort sympathisch gewesen und man wird von Anfang an in ihr Gefühlschaos hineingezogen.
Cody ist ein normaler Junge. Ein Junge den sich viele Eltern als Schwiegersohn wünschen würden, weil er nett, höflich und zuvorkommend ist. Doch im Fall dieses Buches stellt er für Lyla und deren Gemeinde etwas verbotenes dar, was ihn wahrscheinlich auch so interessant macht.




Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, weil es spannend ist. Es kommt Action vor, aber auch ein kleines bisschen Romantik, und alles in allem ist es eine super Mischung.



Rezension | Schattentraum von Mona Kasten

11. März 2015 | | 2 Kommentare


Selfpublishing | Reihe: Schattentraum (Band 1) | 410 Seiten
Taschenbuch | 10,99€

Klappentext
„Als ich zum ersten Mal in deine Augen sah, wusste ich es“, murmelte er und zog mich dichter an sich heran, sodass sein Mund oberhalb meines Ohrs verharrte. „Du warst meine Hoffnung.“ 
Nach dem Tod ihrer Mutter wünscht sich Emma nichts sehnlicher, als der Finsternis zu entfliehen, die sie seitdem heimsucht. Womit sie dabei nicht rechnet, ist Gabriel, der plötzlich in ihr Leben tritt. Mit seinem arroganten Charme nimmt er ihre Gedanken völlig für sich ein. Doch die Dunkelheit lässt Emma nicht los. Alpträume, in denen ihr Schattenwesen erscheinen, machen ihr das Leben schwer. Und auch Gabriel ist nicht der, der er vorgibt zu sein – jede seiner Berührungen könnte sie in den Abgrund ziehen. Bald weiß Emma nicht mehr: Was ist Traum und was Wirklichkeit?



Handlung & Umsetzung
Beinahe von Anfang an geht mir einfach alles ein bisschen zu schnell und es gibt zu viele Sprünge. Die Protagonistin Emma kommt gerade erst bei ihrer Großmutter an, sieht ihr Zimmer und ist dann plötzlich in der Stadt unterwegs. Da hätte ich mir gewünscht, dass Emmas Gefühle ein bisschen besser ausgearbeitet worden wären, weil sie in einer neuen Stadt ist und ihr altes Leben hinter sich gelassen hat.
Das Buch ist insgesamt sehr schnelllebig und die wichtigen Szenen mit Emma und Gabriel und demjenigen, dessen Name nicht ausgesprochen werden darf (höhö), waren mir viel zu kurz und vor allem die Szenen mit dem Antagonist kamen mir zu nebensächlich vor. Da hat mir die Tiefe gefehlt, weil man eigentlich gar nicht wusste, was es mit dieser Person auf sich hat und warum sie so böse und gefährlich ist.

Charaktere
Auch die Charaktere waren mir ein kleines bisschen zu schwammig, bis auf den Vater, den hat Mona nämlich richtig gut ausgearbeitet. Gabriel finde ich auch in Ordnung, er ist eben der typische geheimnisvolle Bad Boy, aber irgendwie habe ich keinen Bezug zu ihm gefunden. Emma ist ein gewöhnliches Mädchen, das durch den tragischen Tod ihrer Mutter in Kummer versinkt und mit ihrer Trauer zu kämpfen hat. Da war anfangs auch alles stimmig, doch ab und zu war sie mir zu wankelmütig und hat sich zu schnell mit ihrer Situation abgefunden.

Schreibstil
Den Klappentext finde ich sehr ansprechend und die Widmung ist richtig schön. Man merkt, dass sich Mona dabei Gedanken gemacht hat.
Der Prolog ist gut geschrieben und damit hat die Autorin einen gelungenen Start hingelegt, der im ersten Kapitel leider ein bisschen nachlässt.




Die Grundidee ist wirklich genial und superinteressant, aber an der Umsetzung hat es leider ein wenig gehapert. Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich den zweiten Teil kaufen werde, weil ich nicht glaube, dass mich diese Reihe (abgesehen von der Idee) noch überzeugen kann, aber bei einem völlig neuen Projekt würde ich Mona wieder eine Chance geben.



Monatsrückblick | Februar 2015


Heute habe ich noch den Monatsrückblick für den Februar für euch. Zwar ein bisschen spät, aber besser als nie!


Alter SuB-Stand: 31


Gemeinsam lesen #1

Eine gemeinsame Aktion von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher,
ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "Die Auserwählten in der Brandwüste" (Band 2 der Maze Runner-Trilogie) und bin auf der Seite 315 von 482.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Thomas konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal so verblüfft gewesen war.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Von der Handlung bin ich gerade wirklich verblüfft (um es mit den Worten der vorherigen Antwort auszudrücken). Dass der zweite Teil der Reihe so ablaufen würde, hätte ich nicht gedacht, ich habe mir was viel dramatischeres vorgestellt. Mehr in dieser Wüste mit neuen Kreaturen (á la Griewer aus dem ersten Teil) und Kämpfen zwischen den feindlichen Gruppen. Deshalb bin ich im Moment etwas enttäuscht, aber ich habe ja noch mehr als 100 Seiten vor mir und da kann ja noch viel passieren.
 


4. Welcher Charakter aus deinem aktuellen Buch ist dir am sympathischsten? Was würdest du gerne mit ihm/ihr unternehmen, wenn du ihn/sie treffen könntest?
Puh, da muss ich sagen, dass ich zu den Charakteren im Buch gar keine richtige Bindung habe, deshalb fällt mir die Antwort auf dieses Buch wirklich schwer. Ich denke, am sympatischsten ist mir Newt, was aber, glaube ich, eher an seiner Rolle im Film liegt, weil ich den vor dem ersten Buch gesehen habe. Was ich mit ihm unternehmen könnte? Ich weiß es wirklich nicht, aber da er jahrelang in einem Labyrinth eingesperrt war und sich nicht an seine Vergangenheit erinnern kann, würde ich vielleicht mit ihm in einen Freizeitpark gehen. Keine Ahnung, wie ich da jetzt drauf komme, aber ist vielleicht keine schlechte Idee :D




Rezension | Für immer vielleicht von Cecelia Ahern

9. März 2015 | | Kommentieren
Fischer | Originaltitel: Where Rainbows End
 448 Seiten | Taschenbuch | 8,99€

Klappentext
Alex und Rosie kennen sich, seit sie fünf Jahre alt sind. Alex muss kurz vor dem Abi mit seinen Eltern von Irland nach Amerika ziehen. Rosie will nachkommen und Hotelmanagement studieren, doch dann wird sie schwanger. Und das nicht von Alex. Sie zieht ihre Tochter allein groß, Alex heiratet eine Amerikanerin. Erst nach Jahren ist er wieder solo - doch inzwischen ist auch Rosie verheiratet ...
In all den Jahren bleiben Alex und Rosie in Kontakt. Nicht nur mit Briefen, auch mit E-Mails, Chatnachrichten, SMS und allem anderen, was man sich heutzutage so schreiben kann. Doch es ist wie verhext: Rosie und Alex sind einfach wie die Königskinder ...



Zur Erklärung vorneweg: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, und es war super leicht verständlich. Ich kann es also allen empfehlen, die englische Bücher lesen wollen, die nicht zu anspruchsvoll sind.

Handlung & Umsetzung
Es fängt mit dem kleinen Alex und der kleinen Rosie von gerade mal 5 Jahren an, die sich gegenseitig kleine Zettel zuschieben. Das geht in der Schule so weiter, sodass ab und zu auch Briefe vom Direktorat in dem Buch enthalten sind, in denen Alex‘ oder Rosies Eltern in die Schule gebeten werden. Es ist interessant mitzuverfolgen, wie sich die beiden Hauptpersonen miteinander anfreunden und wie diese Freundschaft teilweise unter der Entfernung nach Alex‘ Umzug leidet, dies andererseits aber auch gut übersteht.
Ich habe mit den Charakteren gelacht (Katies Briefe an Sally waren mein absolutes Highlight!), aber auch geweint. Man muss bei diesem Buch wirklich alle Emotionen durchleben, und ich habe bisher noch kein Buch gelesen, bei dem es in der Liebe der Protagonisten so ein hin und her gab. Ich mag das eigentlich gar nicht, wenn damit eine künstliche Dramatik erzeugt wird, aber bei Für immer vielleicht geht es ja genau um dieses Hin und Her, es gehört zu diesem Buch.
Das Buch lässt sich wirklich gut auf das echte Leben übertragen, weil so viel darin passiert, dass einem auch selbst zustoßen könnte. Es zeigt, dass es ein Happy End geben kann, aber eben auch viele ungenutzte Chancen. Ich wusste nach dem Buch ehrlich gesagt selbst nicht genau, was ich davon halten soll. Ich fand es wirklich schön, aber die Zeitspanne, in der das Buch spielt, hat mich ein klein wenig frustriert.

Schreibstil
Das besondere an Für immer vielleicht ist ganz klar die Textart. Das Buch ist nämlich nicht in einem normalen Fließ-/Erzähltext geschrieben, sondern besteht aus kleinen Nachrichten, Briefen, Chatverläufen und Emails. Das war anfangs vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig und ich hätte auch nicht gedacht, dass ich trotzdem eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen könnte. Habe ich aber!




Die Geschichte um Rosie und Alex nimmt ihren Lauf, einen wirklich langen Lauf. Und obwohl sie von vielen lustigen Momenten durchzogen ist, ist sie durch die Dauer auch etwas tragisch. Aber eben auch sehr schön und das Happy End lässt über all die Tragik hinwegsehen.




Rezension | Dunkles Schicksal von Kresley Cole

9. März 2015 | | Kommentieren
Folgeband → Achtung: Spoiler!!
LYX | Reihe: The Immortals after Dark (Band 13) | 544 Seiten
Originaltitel: Dark Skye | Taschenbuch | 9,99€

Inhalt
Wie jedes Buch dieser Reihe handelt Dunkles Schicksal hauptsächlich davon, dass ein Mythenweltbewohner seine Gefährtin findet und für sich gewinnen muss. In diesem Teil der Reihe geht es um Melanthe – Schwester von Sabine; beide kennt man schon aus dem Teil Zauber der Leidenschaft –, eine Sorcera, die die Macht besitzt Portale zu erschaffen und andere Menschen durch ihre bloßen Worte zu überzeugen, und Thronos, ein geflügelter Vrekener und Prinz seines Himmelvolkes.
Kresley Cole ist schon dafür bekannt, dass sie ihren Hauptpersonen bei dem Versuch, zueinander zu finden, möglichst viele Steine in den Weg legt. So ist es auch in diesem Teil. Lanthe und Thronos kennen sich schon seit Kindertagen und waren sogar befreundet, doch ihre Freundschaft nahm ein schreckliches Ende, denn ihre beiden Spezies sind seit Jahrhunderten verfeindet. Durch einen unglücklichen Vorfall glaubt Lanthe sehr lange, dass Thronos an dem Tod ihrer Eltern und an der Jagd, die Mitglieder seiner Spezies auf Lanthe und ihre Schwester machen, Schuld ist, während Thronos damit zu kämpfen hat, dass seine Gefährtin ihn als Kind zum Krüppel gemacht und sich später lieber anderen Männern zugewandt hat.



Handlung & Umsetzung
In dem Prolog wird man in die Zeit zurückversetzt, in der sich die beiden als Kinder kennengelernt haben, doch das erste Kapitel spielt dann in der Gegenwart und beginnt auf der Gefängnisinsel des Ordens, die man auch schon von den Vorgängerbüchern kennt. Thronos hat seit Jahrhunderten Jagd auf seine Gefährtin gemacht und sie auf der Gefängnisinsel endlich gefunden. Er ist so von Wut erfüllt, dass er nur einen Gedanken im Kopf hat: Er will Melanthe in sein Himmelreich entführen, sie dort festhalten und endlich die Nachkommen zeugen, die ihm seit ca. 500 Jahren zustehen.
Beide hassen sich gegenseitig und Lanthe hat anfangs sogar Angst vor Thronos. Durch die unterschiedlichsten Begebenheiten wird Melanthe dazu gezwungen, ihre Portal-Fähigkeit zu nutzen, was allerdings jedes Mal schief geht, weil sie darin nicht sehr geübt ist. Das heißt, die beiden landen immer wieder in irgendwelchen Welten und Dimensionen, in die sie gar nicht wollten oder von denen sie nicht einmal gewusst haben, dass sie tatsächlich existieren. Durch diese Abenteuer, die natürlich auch viele Gefahren beinhalten, kommen sich die beiden letztendlich näher.

Charaktere
Am Ende haben beide Protagonisten eine komplette Wandlung durchlebt. Sie konnten ihren Hass überwinden und Thronos seine spießigen Traditionen für Melanthe überdenken, während sie auch Eingeständnisse ihm gegenüber macht und über das Mädchen herauswächst, das sich immer darauf verlässt, dass ihre Schwester alles für sie in Ordnung bringt.
Auch Nix hat wieder ihren Auftritt und kommt in diesem Teil dem sehr nahe, was schon alle Mythianer von ihr denken: Dass sie eine Gottheit ist. Denn auch diesmal greift sie mit ihrer verschrobenen, sympathischen Art wieder in das Geschehen ein und ich würde fast sagen, dass sie noch nie an einem so großen Ereignis beteiligt war wie in diesem Buch. Das kann nur bedeuten, dass die Akzession sich allmählich zuspitzt und (hoffentlich!) bald Nix‘ Buch drankommt.

Schreibstil
Kresley Cole hat mich bisher noch nie enttäuscht – was zum größten Teil auch an ihrem guten Schreibstil liegt. Sie schreibt einfach so fesselnd, dass man ihre Bücher gar nicht mehr weglegen kann. So war es auch diesmal, wobei ich zugeben muss, dass ich in dieser Reihe schon viele bessere Bücher gelesen habe.




Wirklich wieder ein gutes Buch, das zwischendrin leider mal kurz an Spannung verliert, aber trotzdem sehr lesenswert ist. Es ist allerdings empfehlenswert, die vorherigen Bände erst einmal zu lesen.




Weitere Bücher der Autorin

Poison PrincessEndlose Nacht