Rezension | Faking it von Cora Carmack

30. November 2015 | | Kommentieren
lyx | Reihe: Losing it (Band 2) | Originaltitel: Faking it
352 Seiten| Taschenbuch | 9,99€

Klappentext
Max Miller hat ein Problem: Ihre Eltern haben sich zu einem Besuch angekündigt, und all die beschönigenden Halbwahrheiten, die sie ihnen über ihr Leben in Philadelphia erzählt hat, drohen aufzufliegen. Vor allem ihr Freund Mace ist mit seinen Tätowierungen alles andere als vorzeigbar. Da trifft Max den angehenden Schauspieler Cade und bittet ihn, sich ihren Eltern gegenüber als ihr Freund auszugeben. Doch Cade spielt seine Rolle zu gut, und Max weiß schon bald nicht mehr, wo ihr Spiel endet und wo echte Gefühle beginnen …


Wie ich in der Rezension zum ersten Band schon erwähnt habe, ich bin kein New Adult-Fan mehr, weil sie mir einfach zu wenig Abwechslung bieten. Bei Losing it war ich dann positiv überrascht, weil die Klischees sich in Grenzen hielten. Deshalb habe ich mich auch sehr auf Band zwei gefreut, wurde allerdings ein wenig enttäuscht.

Es war ein Anfang,
und das ist alles, was wir uns vom Leben wünschen können
– dass auf jedes Ende ein Neuanfang folgt.
                                         - S. 322


Handlung & Umsetzung
Das Fehlen der Klischees, das ich bei Band eins noch gelobt habe, wurde im zweiten Teil mit geballter Kraft wieder „gut“ gemacht. Denn da tauchten so gut wie alle wieder auf, was mir natürlich nicht wirklich gefallen hat. Angefangen, bei der schrecklichen Vergangenheit der Protagonistin, die der Leser erst nach und nach erfährt, bis hin zum ewigen Hin und Her der Beziehung, weil keiner gut genug für den anderen zu sein scheint.
Das, was bei NA-Romanen wohl für Spannung sorgen soll, löst bei mir meist genau das gegenteilige Gefühl aus und ich bin eher genervt. So war es leider auch ein wenig bei Faking it.
Trotzdem hat mir die Handlung gut gefallen, denn es geht um dein punkiges Mädchen mit Tattoos einer Band und einem Job als Tänzerin in einer Bar und einen Schauspielstudenten, der wirklich ein wenig wie der perfekte Schwiegersohn wirkt. Eine Kombination, die auf viel Spannung und Knistern hindeutet. Und so war es auch im ganzen Verlauf des Buches und trotz der Klischees, konnte es in einigen Punkten überraschen.
Die Handlung hat mir also insgesamt gefallen, nur der Epilog war meiner Meinung nach etwas enttäuschend.


Charaktere
Die Charaktere haben mir dafür viel besser als im ersten Band gefallen, wo ich sie noch ein wenig kritisiert habe, und sie waren meiner Meinung auch das, was das Buch doch noch interessant und spannend gemacht hat.
Den männlichen Protagonisten Cade kennen wir schon aus Band eins. Da hat er mir leider gar nicht so gut gefallen, bzw. man hat keinen wirklich Eindruck von ihm bekommen können. Er wirkte wie der heimliche Verehrer, der die Stimmung so ein bisschen gedrückt hat, weshalb ich auch einen eher negativen Eindruck hatte. Aber in Faking it hat sich das komplett geändert! Denn Cade ist toll. Er ist einfühlsam, humorvoll, ernst, kann auch aus sich herauskommen und nicht mehr so der „gute Junge“ sein. Meiner Meinung nach hat er einfach die perfekte Mischung, die einen männlichen Charakter interessant macht, und ich muss gestehen, dass ich mich ein klein wenig verknallt hab.
Max – oder auch Mackenzie, wie sie nicht genannt werden will – hat mir ebenso gut gefallen. Die Wankelmütigkeit ihres Charakters fand ich zwar nicht so gut und ging mir auch ein bisschen auf die Nerven, aber ihre taffe Art und wie sie mit Cade umgeht, hat mir außerordentlich gut gefallen. Sie ist eine starke Frau mit viel Selbstbewusstsein und war einfach nur interessant.


Schreibstil
Der Schreibstil war genau wie im ersten Band sehr toll, allerdings gab es in jedem Kapitel einen Sichtwechsel der Protagonisten und das gefällt mir nicht so gut. Es steht zwar immer dran, aus welcher Sicht das Kapitel nun geschrieben ist, aber ich war ab und zu trotzdem verwirrt, wessen Gedanken ich denn gerade lese. Ein paar Sichtwechsel weniger wären daher ideal gewesen.
Den Kritikpunkt vom ersten Band, mit den zu ausführlichen Gedanken, kann ich diesmal weglassen, denn im zweiten Band war das perfekt.



Abschließend ist Faking it ein unterhaltendes Buch, das inhaltlich nicht ganz mit dem ersten Band mithalten kann, durch die Charaktere aber doch wieder genauso gut wirkt. Wer also noch nicht genug von New Adult-Romanen hat, sollte der Losing it-Reihe eine Chance geben und wem der erste Band schon gefallen hat, dem wird auch der zweite sehr gut gefallen.






Weitere Bücher der Autorin

Losing it

NaNoWriMo 2015 | Woche #4

29. November 2015 | | Kommentieren

Hallöchen ihr Lieben,
heute gibt es den Rückblick etwas später, weil ich den ganzen Tag unterwegs war und einfach noch gar keine Zeit hatte. Leider betrifft das auch das Schreiben :/
Aber ich werde mir gleich einen Kaffee machen und noch ein bisschen in die Tasten hauen!


Damit ihr einen besseren Eindruck davon bekommt, wie es mir diese Woche ergangen ist, habe ich wieder die Fragen von Writing and Thinking geklaut.

1. Wie geht es dir?
Mh, so lala... Diese Woche ist für mich leider sehr schlecht gelaufen. Ich hatte erst ein ganz schlimmes Tief, in dem ich mein Projekt am liebsten in die Tonne gekickt hätte. Hab ich aber natürlich nicht und mittlerweile läuft es wieder einigermaßen, aber jetzt fehlt die Zeit und ein klein wenig die Lust...naja, heute und morgen hab ich ja noch.


2. Bist du noch im Zeitplan oder schon fertig?
Fertig bin ich leider noch nicht und auch nicht mehr im Zeitplan, weil mir noch etwas mehr als zwei Tagesziele fehlen; nämlich ca. 4,2k Wörter. Aber die möchte ich auf jeden Fall heute oder Morgen noch schaffen!

3. Gibt es eine Überraschung, die sich in deine Geschichte eingeschlichen hat? Etwas, womit du gar nicht gerechnet hast?

Ja, gibt es! Eine eher negative Überraschung. Zumindest für die Charaktere und womöglich auch für die zukünftigen Leser... Es ist echt mies und war so überhaupt nicht geplant, aber tja...passiert.

4. Hattest du im NaNo ein Schreibtief? Wie hast du es überwunden?

Wie oben schon geschrieben hatte ich das diese Woche und sogar auch schon in der zweiten NaNo-Woche. Beim ersten Mal habe ich einfach abgewartet, bis es wieder weg war, aber das konnte ich mir diese Woche nicht leisten, also habe ich mich einfach zum Schreiben gezwungen. Und es hat supergut geklappt!

5. Hast du andere Schreibwütige kennengelernt oder bist du lieber für dich geblieben?

Ich hab tatsächlich welche kennengelernt, was ein bisschen seltsam ist, wenn man bedenkt, dass ich schon einige Monate im Schreibnacht-Forum angemeldet bin, aber erst jetzt zum NaNo mehr Kontakt zu anderen Mitgliedern habe. Zu viel Kontakt, leider...denn das hat mich auch ein klein wenig vom Schreiben abgehalten...


Aktueller Stand: 45.841 Wörter

Liebste Grüße,
Kate

Leseliste November 2015 | Fazit

27. November 2015 | | 10 Kommentare

Hallöchen ihr Lieben,
heute gibt es das Fazit zu meiner Leseliste im November. Und ich muss gleich mal dazu sagen, dass sich seit letzter Woche nicht viel getan hat, aber ein Fazit darf ja trotzdem nicht fehlen ;)
Ich habe in dieser Woche jede Menge Bücher angefangen, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte und dann eben doch keine Zeit hatte, weil die letzte Woche des Nanos angebrochen ist und die Zeit drängt!

Fazit zur November-Leseliste

1) Sveta und der Junge aus dem Wald - Axel Saalbach     Rezension!
2) Alice's Adventures in Wonderland - Lewis Carroll
3) Die Achse meiner Welt - Dani Atkins (SuB Destroyer vom Juli)
4) Mind Games - Teri Terry

Von meiner Leseliste habe ich kein Buch mehr geschafft. Zwar hab ich ein bisschen in Die Achse meiner Welt gelesen, aber die Stimmung des Buches war mir dann für den Zeitpunkt einfach zu traurig, deshalb habe ich es erst mal wieder gelassen. Im Dezember möchte ich es aber auf jeden Fall schaffen! (Jaa, ich weiß, dass ich das jede Woche sage)
Und auch Mind Games hab ich angefangen, aber auch das konnte mich nicht so packen, dass ich weiterlesen wollte. Man könnte also sagen, dass ich eine klitzekleine Leseflaute habe.


Zusätzlich gelesen.
(mit Klick aufs Cover kommt ihr zu meiner Rezension)
   
Ich habe also trotzdem zwei Bücher beendet, was ich echt super finde, weil ich nicht damit gerechnet hätte, überhaupt über eines hinauszukommen.
Außerdem habe ich Die 5. Welle angefangen, weil ich den Trailer gesehen habe und plötzlich unglaubliche Lust darauf hatte. Das hat leider auch nur ein Kapitel angehalten :/ Blöde Leseflaute!
Und weil mir vor ein paar Tagen abends doch noch nach Lesen war, habe ich ein eBook angefangen. Nämlich Vergeben & Vergessen, das es, glaube ich, mal kostenlos gab. Anfangs war ich sehr begeistert, mittlerweile finde ich den Schreibstil etwas nervend. Ein super Buch also, um meine Leseflaute zu überwinden.

Naja, der Dezember wird wieder besser! Da habe ich mehr Zeit und nicht so viel Stress und den Kopf frei :)


Was macht ihr bei einer Leseflaute?

Autoreninterview | Sophia Suckel

26. November 2015 | | Kommentieren

Hallöchen ihr Lieben,
heute habe ich etwas ganz besonderes für euch: nämlich das allererste Autoreninterview auf meinem Blog!
Ich habe mich ja ein klein wenig davor gefürchtet, jemanden zu interviewen, weil ich das noch nie gemacht habe und gar nicht wusste, was ich fragen soll. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich diese Erfahrung mit jemandem teilen darf, den ich schon kenne und für den es auch das erste Interview ist.

Also stelle ich euch heute die liebe Sophia vor, die ich im Schreibnacht-Forum kennen gelernt habe. Und weil das Schreiben in meinem eigenen Leben ja auch eine sehr große Rolle spielt, ist das Interview vielleicht nicht nur für Leser, sondern auch angehende Autoren interessant. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen des Interviews.

Hallo Sophia,
danke, dass du dir die Zeit für meine Fragen nimmst. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Antworten!
1. Erzähl doch erst mal ein bisschen etwas über dich.
Ich heiße Sophia Suckel und bin 17 Jahre alt. Gerade gehe ich noch in die Schule, werde aber, wenn alles gut geht, dieses Jahr mein Abitur machen. Neben dem Schreiben lese ich wahnsinnig gerne, komponiere Lieder, fotografiere und liebe es, in der Natur zu sein. Ich schreibe, seit ich einen Stift halten kann. Mein erster Roman „Sonnenherz“ ist vor zwei Jahren erschienen, der zweite Band erscheint dieses Jahr.


2. Wie bist du zum Schreiben gekommen und machst du das schon lange? War/ist Autorin dein Traumberuf?
Es gab keinen wirklichen Anlass, wegen dem ich mit dem Schreiben begonnen habe, wenn du das meinst :) Ich habe schon immer gerne gelesen, bin in den Bücherwelten versunken und irgendwann wollte ich selbst Geschichten erzählen und andere damit unterhalten. So richtig „professionell“ mache ich das erst seit 2009. Wobei ich damals, als ich mit Sonnenherz angefangen habe, noch nicht gedacht hätte, dass das Schreiben in meinem Leben einmal einen so wichtigen Platz einnehmen wird. Die Jahre zuvor hatte ich nämlich diverse Romananfänge und alle wurden abgebrochen. Aber ich habe nicht aufgegeben und schreibe bis heute immer noch.

Als ich meinen ersten Roman beendet habe, also direkt danach, wollte ich auf keinen Fall Autorin werden. Es war mir viel zu anstrengend, obwohl es mir Spaß gemacht hat. Diese Ansicht hat sich inzwischen gewandelt, weil ich regelmäßig und vor allem leidenschaftlich schreibe. Ich weiß, wie man gut plottet, wie man Charaktere erschafft und wann ich am besten schreiben kann. Das hat mir meinen Spaß zurückgebracht und ich kann guten Gewissens sagen: Ja, Autorin ist mein Traumberuf. Aber ich weiß, dass es Zeit braucht, um sich auf dem Buchmarkt zu etablieren, weshalb ich nach dem Abitur erst einmal studieren werde – um einen Job zu haben, falls das mit dem Schreiben nicht klappt :)


3. Dein erstes Buch ist vor kurzem zwei Jahre alt geworden. Das ist wirklich beeindruckend! Erzähl doch bitte etwas darüber.
Man glaubt gar nicht, wie lange sich zwei Jahre anfühlen können. In meinem Kopf sitze ich immer noch im Schulgang, habe einen Block in der Hand und gerade eben das Wort „ENDE“ geschrieben. So viel ist inzwischen passiert.
In Sonnenherz geht es um Nuria, die abgeschottet von der Außenwelt in einem kleinen Haus aufwächst. Als sie eines Tages auf einen nahegelegenen Markt geht, sich also das erste Mal unter Menschen mischt, wird sie von den Soldaten des Herrschers Kieran entdeckt und soll festgenommen werden – und das alles nur wegen ihren violetten Augen und dem Mal an ihrem Arm. Sie muss sich vor den Männern des Tyrannen verstecken und merkt, dass sie nicht die ist, die sie glaubte zu sein.

Die Idee zu dem Roman kam mir in der Nacht, ich träumte von einem schwarzhaarigen Mädchen, das an einem Fluss sitzt und weint. Aus diesem einen Bild ist die komplette Handlung entstanden. Ich habe zuerst nicht realisiert, dass es eine Buchidee ist, habe es aber trotzdem aufgeschrieben. Und irgendwann habe ich dann damit begonnen, den Anfang zu schreiben. Bin dann dazu übergegangen, es komplett von Hand zu schreiben, damit ich auch in der Schule daran arbeiten konnte. Ich habe sehr unregelmäßig geschrieben, manchmal auch überhaupt nicht, weshalb es wirklich lange gedauert hat, bis der Roman beendet war. Ungefähr zwei Jahre. Dann kam das Abtippen und die Korrektur – die ich am Anfang unterschätzt habe. Wie gesagt, ich hatte so etwas noch nie gemacht, wusste nicht, worauf ich achten musste. Aber mit jedem Roman lernt man dazu und so habe auch ich viel gelernt.


4. Demnächst soll auch der zweite Band dieser Reihe erscheinen. Worum geht es und inwieweit hängt er mit dem ersten Band zusammen?
Der zweite Band „Sonnenherz – Asche & Staub“ spielt dreißig Jahre nach den Handlungen des ersten Bandes. Deswegen ist es auch kein Problem, wenn man ihn einzeln liest. Es geht um die 15-jährige Lun, die in der Festung Svathur Dùhn gefangen gehalten wird. Einem Ort der Trauer und des Hasses. Sie ist ein Sonnenkind, etwas ganz besonderes und wird deswegen zu zweifelhaften Experimenten gezwungen. Als sie der Gefangenen Ark begegnet, ändert sich ihr ganzes Leben: den beiden Mädchen gelingt die Flucht und Lun betritt das erste Mal die Außenwelt. Aber auch hier sind sie nicht vor Noryn, dem Leiter Svathur Dùhns sicher und eine Hetzjagd durch das Land Onur beginnt. Und Lun und Ark wissen: nur wenn sich Sonne und Mond vereinen, können die bösen Mächte besiegt werden.

Der zweite Band hängt zwar mit dem ersten Band zusammen, ist aber trotzdem komplett anders. Das offensichtlichste zuerst: er hat eine andere Protagonistin. Nicht Nuria steht im Mittelpunkt, sondern Lun. Allerdings kommen bekannte Charaktere aus dem ersten Band auch in SH – Asche & Staub vor und auch einige Gegenstände spielen wieder eine wichtige Rolle. Allerdings ist er um einiges düsteres als der erste Band, was vor allem daher kommt, dass der komplette erste Teil in der Festung spielt. Lun ist außerdem komplett anders als Nuria, weil sie die Außenwelt überhaupt nicht kennt und es zu einigen Überraschungen kommen wird – wie reagiert sie zum Beispiel, wenn sie das allererste Mal Schnee sieht.


5. Du bist noch eine Recht junge veröffentlichte Autorin. Was hat sich seit deinem ersten Roman verändert? Was waren bisher die tollsten Erfahrungen?
Ganz klar mein Schreibstil. Zwischen Sonnenherz und der Trilogie, die ich gerade schreibe, liegen fast sechs Jahre. Ich habe kontinuierlich geschrieben, mich verbessert und versucht, eigene Tricks zu entwickeln. Was auch – zum Glück – geklappt hat. 
Außerdem hat sich meine Ansicht auf Bücher im Allgemeinen verändert. Wenn ich Romane von anderen Autoren lese, beurteile ich immer ein wenig den Schreibstil, schaue, was sie gut gemacht haben und was ich daraus lernen kann. Oder welche Fehler ich auf jeden Fall vermeiden möchte. Ich sehe nicht mehr das Buch an sich, sondern ich sehe immer die monatelange, oft jahrelange Arbeit. Und das hat auch mein Leseverhalten enorm verändert.

Meine tollsten Erfahrungen ... Puh, da gibt es so viele. Angefangen mit dem Wort „Ende“ und dem darauffolgenden Gefühl, das immer eintritt, wenn ich einen weiteren Roman beendet habe. Außerdem habe ich wahnsinnig viele neue Leute kennengelernt – unter anderem dich ♥, die mich immer ermutigen, mit denen ich so viel Spaß haben kann. Zu einer der tollsten Erfahrungen muss ich auf jeden Fall die „Schreibnacht“ zählen, weil wir so eine gute Gemeinschaft sind und ich jeden einzelnen der Leute liebe.  


6. Kannst du gut mit Kritik umgehen bzw. hat sich deine Einstellung zu Kritik seit deiner Veröffentlichung geändert?
Alle, mit denen ich bisher geschrieben/gesprochen habe, meinen, sie bewundern meine Einstellung zu Kritik. Meine Einstellung hat sich also definitiv geändert: früher war ich sehr unsicher, wollte keine Kritik bekommen. Inzwischen habe ich kein Problem mehr mit Kritik, nur durch sie kann man sich verbessern. Und anders wird man nicht auf seine Fehler aufmerksam gemacht. Nebenbei lektoriere ich auch und das hat meine Sicht auf Kritik noch einmal geändert. Immer wieder treffe ich auf Leute, die keine Kritik bzw. keine „heftige“ Kritik vertragen können und sich dann von mir abwenden, beginnen, mich zu kritisieren, dass ich zu hart sei. 

Jeder Autor wird Kritik bekommen und er sollte diese auch akzeptieren – der Kritiker versucht immer, dir zu helfen und in den wenigsten Fällen bezieht er sich mit der Kritik auf den Autor. Sondern allein auf die Worte, die er schwarz auf weiß vor sich sieht.


7. Die obligatorische Frage darf nicht fehlen: Woher nimmst du deine Inspiration?
Alles inspiriert mich: von Bildern, über Zitate, Musik, Landschaften oder Szenen in Filmen oder Serien. Wenn man mit geöffneten Augen durchs Leben geht und offen für Neues ist, kann man von jedem und allem inspiriert werden.


8. Wie motivierst du dich? Hast du einen festen Schreibplan?
Viele motivieren sich, indem sie z.B. nach zwei geschriebenen Seiten Schokolade essen dürfen oder nach 10k Worten sich ein Buch kaufen. Seltsamerweise bin ich nicht so. Mich motiviert einzig und allein die Tatsache, dass ich die Geschichte meiner Charaktere erzählen will und irgendwann das Wort ENDE unter das Manuskript setzen kann. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, ab 19 Uhr für mindestens eine Stunde zu schreiben. Und das jeden Tag, egal ob die Schule stressig war, ich müde bin, oder Hausaufgaben machen muss. Das schafft eine gewisse Routine, die das Schreiben von Tag zu Tag erleichtert. Es dauert zwar ungefähr zwei Wochen, bis man das wirklich konsequent macht, aber nach diesen zwei Wochen sind Fortschritte zu sehen. Ich schaffe inzwischen 2200 Wörter in einer Stunde, am Anfang des Monats waren es, nach einem Monat Schreibpause, gerade mal 1300. Es geht also, wenn man wirklich konsequent seine Schreibzeit einhält.


9. Entwickeln deine Charaktere ein Eigenleben und tun Dinge, die so eigentlich gar nicht vorhergesehen waren?
Oh ja. Und das wahnsinnig oft. Und natürlich immer dann, wenn man es überhaupt nicht haben will. Ein Charakter, der erst in der Hälfte des Romans eingeführt werden sollte, hat sich einfach in die Handlung eingeschlichen und dann musste ich schauen, wie ich den Plot dementsprechend ändere. Aber wenn die Charaktere ein Eigenleben entwickeln, bedeutet das, dass ich ganz „befreit“ schreiben kann und der Roman gut wird. Ich habe anfangs immer eine Phase, in der ich die neuen Charaktere erst kennenlernen muss und da fühlt sich das Schreiben ein wenig verkrampft an. Ab Kapitel Zwei ist dieses Gefühl verschwunden und nach ca. 4-5 Kapiteln entwickeln sie dann ein Eigenleben. Wobei das natürlich von Roman zu Roman unterschiedlich ist.


10. Lässt du dich beim Schreiben vom Markt beeinflussen? Also schreibst du gezielt über Themen, die gerade beliebt sind?
Überhaupt nicht. Die Ideen kommen zu mir, ganz egal, ob sie auf dem Markt gerade beliebt sind oder nicht. Ich kann durchaus verstehen, wenn einige Autoren das so machen. Aber ich habe das Gefühl, dass mich das viel zu sehr einschränken würde und dass mir der Spaß am Schreiben langsam abhandenkommt. Wenn mir allerdings die beliebten Themen auch gefallen und ich eine geeignete Idee habe, kann ich mir vorstellen, auch dazu etwas zu schreiben. Ist allerdings bis jetzt noch nicht passiert – auch, weil ich meistens nicht weiß, was gerade so beliebt ist. Die meisten Hypes gehen an mir vorbei und bei denen, die ich mitbekomme, habe ich nicht das Bedürfnis, etwas ähnliches zu schreiben.


11. Kommt Selfpublishing für dich in Frage?
Auf jeden Fall. Ich stelle mir SP als Abenteuer vor, ein Abenteuer, das mich als Autor weiterbringt, einfach, weil ich alles selbst machen muss – total unabhängig bin. Ich habe noch einige Projekte auf der Festplatte schlummern und mit mindestens einem von ihnen würde ich SP wahnsinnig gerne ausprobieren. Wer weiß, vielleicht ist das ja etwas für mich. Ich bewundere Autoren, die nur über SP veröffentlichen, weil das nach sehr viel Arbeit aussieht und vermutlich auch viel Arbeit ist. Aber wie man so schön sagt: probieren geht über studieren!  


12. Wieso schreibst du Fantasy? Gibt es auch andere Genres, die du gerne mal ausprobieren würdest?
Weil ich mich an wenig Regeln halten muss, in der Wahl der Welt komplett frei bin, in der Art, wie ich die Welt gestalte, was es für eine Gesellschaft, was es für seltsame Wesen gibt. Natürlich gibt es einige Grundregeln, die man auch bei Fantasy beachten muss, aber trotzdem hat man sehr viel Freiraum. Und ich brauche diesen Freiraum, um kreativ sein zu können. Natürlich auch, weil man bei normalen Romanen, die in dieser Welt spielen, sehr viel recherchieren bin. Wer weiß, vermutlich bin ich einfach auch faul und will es nur nicht zugeben.

Ich habe mich auch schon an einer Dystopie probiert. Hat sehr gut geklappt und ist definitiv ein Genre, das ich gerne schreibe. Ausprobieren würde ich gerne mal einen Thriller – wobei der sehr komplex ist, man viel recherchieren muss und ich mir das momentan noch nicht zutraue. 
Liebesroman und Krimi sind Genres, von denen ich gehörig Abstand halte. Ich lese sie nicht gerne deswegen kommt es nicht in Frage, dass ich einen Roman in diesem Genre schreibe.


13. Liest du auch im Fantasy-Genre oder zieht es dich beim Lesen in eine ganz andere Richtung? Was ist dein Lieblingsbuch?
Natürlich lese ich gerne Fantasy. Was ist das für eine Frage? *lacht*
Die meisten meiner Lieblingsbücher sind aus dem Genre Fantasy, in letzter Zeit lese ich allerdings auch sehr viel dystopische Literatur und Science Fiction. Aber wenn ich so über mein Bücherregal schaue, befinden dich da hauptsächlich Fantasy Bücher. Zum Teil auch historische Romane, wobei es da sehr auf das Buch ankommt. 
Ein Lieblingsbuch habe ich nicht wirklich. Ich lese wahnsinnig gerne und wahnsinnig viel. Da ändert sich mein Lieblingsbuch alle paar Wochen. „FEED – Viruszone“ (Mira Grant), „Ich fürchte mich nicht“ (Tahereh Mafi), „every day“ (David Levithan) fallen mir so spontan ein. Und natürlich, ganz klar, Harry Potter. Deutsche Autoren, die ich gerne lese, sind Kai Meyer, Thomas Finn und Marie Graßhoff. Auf ein einziges Buch kann mich nicht festlegen.


14. Was sind deine nächsten Projekte? Ist da schon etwas in Planung?
Aber natürlich. Zur Zeit schreibe ich an einer Fantasy-Trilogie, bzw. an dem zweiten Band davon. Der erste und der dritte Band sind schon geschrieben, weil der dritte Band zunächst als Einzelband geplant war. Nach der Trilogie werde ich vermutlich erst einmal eine Schreibpause machen, da ich noch fünf Projekte habe, die ich lektorieren muss. Nach dem Abi wird aber auf jeden Fall weitergeschrieben – ich habe einige Ideen im Hinterkopf, sowohl aus dem Genre Fantasy, als auch für dystopische Romane. Wer weiß, was das nächste Jahr bringt.


15. Zum Schluss: Hast du Tipps für andere angehende Autoren?
Gebt nicht auf. Egal, für wie schlecht ihr euren Text befindet. Schreibt immer weiter und erst, wenn das Wort ENDE unter dem Manuskript steht, dürft ihr korrigieren und den Text beurteilen.
Lasst euch nicht unterkriegen. Es ist klar, dass man von vielen seltsam angeschaut wird, wenn man erzählt, dass man schreibt. Vielleicht seid ihr auch noch schüchtern und euer Selbstbewusstsein sinkt dadurch. Lasst nicht zu, dass das passiert. Es gibt so viele tolle Menschen, die ihr durch das Schreiben kennenlernen könnt und Schreiben ist definitiv nichts, wofür man sich schämen sollte. Seid stolz, ein so außergewöhnliches Hobby zu haben.
Und, um mehr auf das Schreiben selbst einzugehen: plottet! Ich habe das nicht gemacht und bin oft auf die Nase gefallen. Es ist wichtig, eine klare Struktur zu haben, den Anfang, einige Szenen in der Mitte und, ganz wichtig, das Ende zu kennen. Es muss nicht jede einzelne Szene bis ins kleinste Detail aufgeschrieben sein, aber ein grober Rahmen ist wichtig. (auf meinem Blog gibt es diese Woche die Reihe „Von der Idee zum fertigen Buch“. Da wird das alles noch einmal ausführlicher erklärt).
Schreibt also, was das Zeug hält. Wir warten alle nur darauf, eure Romane in den Händen zu halten.

Vielen Dank für das tolle Interview, Kate. Es hat mich sehr gefreut, dass ich die Fragen beantworten durfte!



Autorenporträt:
Sophia Suckel wurde 1998 in Stuttgart geboren und ist Schülerin eines bilingualen Gymnasiums. Schon sehr früh interessierte sie sich für Bücher, verschlang Seite um Seite. Vor allem die fantastische Literatur hatte es ihr angetan, weshalb sie bald mit dem Schreiben zuerst von Kurzgeschichten, später von Romanen begann. Sie hält bis heute an ihrer Leidenschaft fest, denn die fiktiven Welten sind längst Teil von ihr geworden.



Hier ist Sophia zu finden:


Falls euch Sophia genauso sympathisch ist wie mir und ihr gerne mehr über sie und ihren Schreibprozess erfahren wollt, schaut unbedingt auf ihrem Blog vorbei. Dort läuft diese Woche, wie sie oben schon erwähnt hat, ihre "Von der Idee zum fertigen Buch"-Aktion.
Und auch auf ihrer Facebook-Seite findet ein Special zum zweijährigen ihres ersten Buches statt. Also schaut auch da unbedingt vorbei und lasst euch überraschen ;)

Und wenn ihr jetzt interessiert an ihren Büchern seid, könnt ihr den ersten Band *hier* bestellen und den zweiten *hier* vorbestellen.
Und auch an der Stelle noch mal der Hinweis, dass beide Bände unabhängig voneinander gelesen werden können. Ihr könnt also auch den zweiten zuerst lesen und gleich mal vorbestellen, um die Veröffentlichung zu unterstützen.


Und mit mehr Input möchte ich euch auch gar nicht nerven. Noch einmal DANKE an Sophia für das tolle Interview! Du hast viel inspirierendes geschrieben und kommst absolut sympathisch rüber!

Liebste Grüße,
Kate


Tag | Liebster Award (#4)

25. November 2015 | | Kommentieren

Hallöchen ihr Lieben,
ich wurde mal wieder zum Liebster Award getaggt. Diesmal von fraeuleinlovingbooks liest. Vielen Dank dafür! :)


Gemeinsam lesen #31

24. November 2015 | | 8 Kommentare

Eine Aktion von Schlunzen-Bücher,
ins Leben gerufen von Asaviels Bücher-Allerlei


Quelle: Fischer

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Die Achse meiner Welt von Dani Atkins.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Während der Zug seine zweistündige Fahrt begann, gestattete ich mir, an die Menschen zu denken, die ich an diesem Abend wiedersehen würde.
(Seite 36)

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Wie ihr sehen könnt, bin ich noch am Anfang des Buches, deshalb kann ich noch nicht allzu viel sagen.
Ich habe bisher fast nur gutes darüber gehört, weshalb meine Erwartungen wohl relativ hoch sind. Der Roman beginnt auch schon sehr emotional, wobei mich der Anfang nicht so richtig gepackt hat und ich bin normalerweise sehr nah am Wasser gebaut. Vielleicht war ich auch einfach nicht ganz bei der Sache. Denn nach dem erste Kapitel hat mich das Buch dann doch etwas traurig gestimmt.
Momentan ist es ehrlich gesagt so, dass ich mich gar nicht wirklich traue, das Buch zu lesen, weil es ja schon so traurig beginnt und ich hasse es, wenn ich wegen einem Buch weinen muss und es mich emotional total niederschmettert.
Aber leider sind solche Bücher einfach immer so gut!


4. Wie würdest du mit den Charakteren deiner aktuellen Lektüre zurecht kommen wenn diese plötzlich real wären und wie würden deine Freunde sie aufnehmen?
Ich bin ja noch gar nicht so weit mit dem Lesen, deshalb kenne ich die Charaktere leider auch noch nicht richtig. Deshalb kann ich die vierte Frage heute leider nicht beantworten.

Liebste Grüße,
Kate

Rezension | Losing it von Cora Carmack

23. November 2015 | | Kommentieren
lyx | Reihe: Losing it (Band 1) | Originaltitel: Losing it
322 Seiten | Taschenbuch | 8,99€

Klappentext
Bliss Edwards steht kurz vor dem Collegeabschluss und ist immer noch Jungfrau. Um dem abzuhelfen, beschließt sie, sich auf einen One-Night-Stand einzulassen. Im letzten Moment bekommt sie jedoch kalte Füße und lässt den attraktiven Fremden allein im Bett zurück – der sich kurz darauf als ihr neuer College-Dozent entpuppt ...


Losing it ist ein Young Adult-Roman, die ich eigentlich schon abgeschrieben hatte, weil sie sich meiner Meinung nach oft ähneln und immer wieder die gleichen Klischees behandeln - schreckliche Vergangenheit der Protagonistin; erschütternder Streit, der zur Trennung führt, die am Ende doch noch abgewendet wird, und draufgängerischer College-BadBoy trifft auf braves Mädchen.
Bei Losing it war das etwas anders. Sogar das hübsche Cover (das leider nicht ganz zum männlichen Protagonisten passt), deutet daraufhin, dass es sich hierbei nicht um einen dieser 0815-YA-Romane handelt.

Handlung & Umsetzung
Es geht um Bliss, die ein riesengroßes Problem damit hat, mit 22 noch Jungfrau zu sein, und die nur einen Weg sieht, dieses Dilemma aus dem Raum zu schaffen. Also macht sie sich mit ihrer besten Freundin auf, um sich einen heißen Kerl zu suchen.
Da fängt die Spannung schon an und steigert sich immer mehr, als sie Garrick den männlichen Protagonisten kennen lernt. Es knistert gewaltig und der erste Zusammenstoß hat mir gut gefallen, weil er sich echt angefühlt hat. Allerdings habe ich nur auf den Moment gewartet, in dem sie erfährt, dass er ihr neuer Dozent ist und das Warten hat sich in dem Fall allemal gelohnt, weil die Szene perfekt und lustig war. Der Roman bot insgesamt viel Humor und brachte mich durch die tollpatschige Bliss immer wieder zum Lachen.
Ein paar Klischees hatte das Buch dann aber doch noch zu bieten. Der erschütternde Streit wurde nicht ausgelassen und die Tatsache, dass plötzlich ihr bester Freund auf sie steht, war wohl genauso vorhersehbar wie das Amen in der Kirche.

Charaktere
Bliss, die weibliche Protagonistin, hat mir außerordentlich gut gefallen und ich konnte mich sehr mit ihr identifizieren, weil ich auch oft zu viel nachdenke, ungemein tollpatschig bin und Unsinn rede, wenn ich nervös bin. Für mich war sie eine tolle Protagonistin, allerdings trotzdem nicht ganz rund, weil das anfängliche Bild von ihr nicht mit der begnadeten Schauspielerin zusammenpasst, die sie ebenfalls ist.
Garrick war anfangs ähnlich unstimmig. Er ist der gutaussehende Brite, der in einer Bar liest, teilweise geschwollen spricht und College-Dozent ist, er ist aber auch der sexy Typ mit einem charmanten Grinsen, frechen Flirtsprüchen und einem Motorrad. Und obwohl er mir immer besser gefiel, wurde ich nicht ganz mit ihm warm, was wohl hauptsächlich an seiner Ausdrucksweise lag.

Schreibstil
Der Stil gefällt mir gut, weil er leicht zu lesen und mit viel Humor geschrieben ist. Bis auf die Sprache des männlichen Protagonisten passt alles gut zu einem YA-Roman. Aber auch hier sind wieder typische Klischees vertreten wie zum Beispiel die überdramatischen Sätze am Kapitelende, die ihre Wirkung bei mir leider vollkommen verfehlten - was allerdings nicht allzu schlimm ist.
Das Einzige, das mich gestört hat, sind die gedanklichen Selbstgespräche der Protagonistin, die mir hin und wieder zu übertrieben vorkamen.



Losing it ist definitiv etwas für alle Fans von Young Adult-Romanen, aber auch für diejenigen, denen YA-Bücher oft zu viel sind, denn Losing it geizt mit überflüssigen Klischees und überschüttet den Leser dafür mit viel Humor.
Ich werde die anderen Bücher der Reihe definitiv noch lesen und darauf hoffen, dass mir die anderen männlichen Protagonisten besser gefallen - auch wenn ich erst einmal wieder eine kurze YA-Pause brauche.



Rezensionen anderer Blogger




Weitere Bücher der Autorin

Faking it

NaNoWriMo 2015 | Woche #3

22. November 2015 | | 4 Kommentare

Hallöchen ihr Lieben,
leider ließ auch diese Woche wieder etwas zu Wünschen übrig. Ich habe nicht annähernd das geschafft, was ich schaffen wollte und allmählich wird es dann doch etwas knapp, weil ich nächstes Wochenende zum Beispiel gar keine Zeit haben werde...Oh oh.


Auch dieses Mal beantworte ich wieder die Fragen bei Writing and Thinking. (An dieser Stelle mal Danke ♥)

1. Wie viel Energie hast du noch?
Also mit der Energie habe ich überhaupt kein Problem. Davon hätte ich noch mehr als genug. Bei mir hapert es eher an der Motivation. Immer wenn ich mit dem Schreiben anfangen will, kommt was dazwischen oder ich finde irgendwas, mit dem ich mich ablenken kann.

Der Chat im Schreibnacht-Forum ist da besonders schlimm!

2. Bist du schon fertig? Wenn ja, wirst du trotzdem täglich mindestens 1.667 Wörter schreiben? Wenn nicht, hast du dein Ziel heruntergesetzt oder gar aufgegeben? Warum?
Also wie gesagt: Nein, ich bin noch nicht fertig. Ich liege momentan zwar im Schnitt, aber habe nächste Woche eben nicht ganz so viel Zeit, was das Ganze echt schwierig macht.

Ich hab sogar schon mit dem Gedanken gespielt, aufzugeben, weil ich einfach keine Lust mehr hatte. Aber das war nur eine kurze Anwandlung, die ich gleich wieder unter Kontrolle hatte. Mir geht es im Nano nicht darum die 50k zu knacken, sondern einfach darum, mir eine Herausforderung zu setzen und so viel zu schreiben wie möglich. Also warum aufgeben?
3. Hast du schon jemanden umgebracht?

Wenn man sich den Sinn des Nanos überlegt (ein Buch bzw. 50.000 Wörter zu schreiben) ist die Frage angebracht, weil man demnach zum jetzigen Zeitpunkt schon dem Ende zusteuern müsste. Ich habe aber das Gefühl, dass ich noch am Anfang meines Projektes bin :D Ich bin gerade mal beim 12. Kapitel und die "Action" geht erst langsam mal los... Aber ja, ich habe tatsächlich jemanden umgebracht. Allerdings keine wichtige Figur, sondern nur einen Nebencharakter, der quasi nur aufgetaucht ist, damit ihn jemand umbringt.

4. Welchen Charakter magst du am liebsten?
Hm...schwierig. Es war mal Raphael, mein männlicher Protagonist, aber der ist mir in den letzten Seiten etwas fremd geworden :D Ich weiß auch nicht, was mit ihm los ist.

Aber zu meinen Lieblingscharakteren gehören Ronnie, die beste Freundin meiner Protagonistin, und Alistair, ein abtrünniger Magier, der einfach nur cool ist!
Ronnie ist ein taffes Mädchen, das so spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, sich nicht unterkriegen lässt und vor Selbstbewusstsein strotzt. Ich finde ihre Persönlichkeit total interessant und freue mich jedes Mal, wenn sie auftaucht. Leider hat sie immer nur kurze Auftritte.
Alistair ist Brite (sagt schon alles oder?). Er ist ein abtrünniger Magier, der sich nicht an die magischen Gesetze hält und deshalb auf die Erde verbannt wurde. Er ist ein sehr vornehmer Mann, ist aber schnell mal genervt und sagt dann auch gerne mal etwas, das nicht ganz so vornehm ist. Ich liebe ihn einfach ♥
5. Wie motivierst du dich für die letzten Tage?

Wenn ich das rausgefunden habe, sage ich euch Bescheid! Ich weiß es nämlich wirklich nicht...es kommt mir noch so wahnsinnig viel vor, was ich schaffen sollte, aber ich werde es versuchen.

Und jetzt schreibe ich hoffentlich noch ein bisschen was, bis ich ins Kino gehe. Eine Stunde hab ich noch, mal sehen...


Aktueller Stand: 36.336 Wörter

Liebste Grüße,
Kate

Mein Leben mit Buchkaufverbot | Monat zwei

21. November 2015 | | 4 Kommentare
Hallöchen ihr Lieben,
seit dem Beginn meines Buchkaufverbots sind tatsächlich schon 2 Monate vergangen! Das ist echt der absolute Wahnsinn, denn es kommt mir noch gar nicht so lange vor.
Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, dass ich nach dem ersten Monat nicht ganz so zufrieden mit mir war. Nach dem zweiten bin ich es dafür umso mehr!

Denn ich hatte keinen einzigen Neuzugang! Da kann man schonmal die Korken knallen lassen! Das heißt nämlich, dass ich diesen Monat wirklich brav war. Ich war zwar ab und zu in Buchhandlungen, aber ich hatte mich wirklich gut im Griff und hatte nicht mal wirklich Lust, ein Buch zu kaufen. Natürlich hatte ich hin und wieder den Drang, ein bestimmtes Buch mit nachhause zu nehmen, aber ich denke jetzt viel genauer darüber nach, ob ich das Buch wirklich jetzt im Moment brauche. Und da ich während dem Nano sowieso davon ausging, dass ich nicht viel lesen würde, hat mir das die Entscheidung immer noch ein bisschen leichter gemacht.
Bei zwei Leserunden habe ich mich trotzdem beworben, weil die Bücher interessant klangen und ich nicht widerstehen konnte (so ein kalter Entzug ist halt nichts für mich), aber zu meinem Glück/Pech bin ich bei keinen von beiden eine der glücklichen Auserwählten geworden, was schade um das Buch ist, aber so ist mein SuB wenigstens nicht wieder gewachsen.

Am schwierigsten ist es tatsächlich bei reBuy zu widerstehen. Ich bin ja unangefochtener Fan dieser Seite und habe da schon mehrmals bestellt (die sind mit Schuld daran, dass mein SuB dieses Jahr so explodiert ist) und vielleicht wisst ihr, dass man sich dort einen Kaufalarm auf Produkte setzen kann, die momentan nicht verfügbar sind. Und ich habe schon ein paar Mal seit dem Kaufverbot eine Mail bekommen und mittlerweile ist sogar The Darkest Minds verfügbar, auf das ich schon seit Monaten warte.
In diesen Momenten ist es wirklich schwer, sich an das Kaufverbot zu halten, aber ich habe nicht nachgegeben und das macht mich auch irgendwie stolz :)

Das heißt ich habe noch einen Joker übrig! Was ich mir davon kaufen werde, weiß ich noch nicht. Aber ich habe ja noch den ganzen Dezember Zeit ihn einzulösen. Und wer weiß, vielleicht brauche ich ihn ja gar nicht ;)

Nächste Woche habe ich Geburtstag und ich habe mir nicht, wie sonst immer, viele Bücher gewünscht. Denn auch hier hatte ich wieder meinen SuB im Kopf und ich bekomme lieber Geld, mit dem ich mir dann immer noch ein Buch kaufen könnte, wenn mir danach ist. Zwei Bücher haben sich natürlich trotzdem auf die Wunschliste geschlichen, aber ich denke, das ist okay :)


Mein Buchkaufverbot läuft also super und ich habe genau das erreicht, was ich erreichen wollte: nämlich vor dem Kauf mehr darüber nachzudenken und bewusster zu kaufen.
Das tue ich auf jeden Fall und ich hoffe, dass das 2016 auch ohne Joker so bleibt.

Liebste Grüße,
Kate

Leseliste November 2015 | Fortschritt #1

20. November 2015 | | 2 Kommentare

Hallöchen ihr Lieben,
wie war das? Ich mache beim Nano mit und werde deshalb keine Zeit zum Lesen haben? *hust* Oh, wie sehr man sich doch täuschen kann! Durch den Nano ist meine Zeit zwar wirklich extrem knapp bemessen, aber gerade abends, im Zug oder in der Wanne ist es eine tolle Entspannung, einfach ein Buch aufzuschlagen und zu entspannen.

Leseliste für den November

1) Sveta und der Junge aus dem Wald - Axel Saalbach     Rezension!
2) Alice's Adventures in Wonderland - Lewis Carroll
3) Die Achse meiner Welt - Dani Atkins (SuB Destroyer vom Juli)
4) Mind Games - Teri Terry

Ich habe ein Buch der Leseliste bereits gelesen! Juhuuu...ich habe zwar ein bisschen gebracht, aber das lag daran, dass ich mich in der ersten Nano-Woche wirklich reingekniet habe!
Sveta und der Junge aus dem Wald ist ein unterhaltendes Buch, das mal ein bisschen Abwechslung vom Dystopie-"Alltag" bietet. Es hatte zwar ein paar Schwächen, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Genaueres könnt ihr in meiner Rezension nachlesen ;)


Zusätzlich gelesen.
(mit Klick aufs Cover kommt ihr zu meiner Rezension)
   
Ich habe auf den Rat einer Freundin die Losint it-Reihe begonnen, von der ich die ersten beiden Teile schon zuhause stehen hatte. Ich bin mittlerweile ja nicht mehr so der New Adult-Fan, weil sich die Handlung dieser Bücher oft gleicht und sie oft so Klischee-überladen sind, dass mir das Lesen keinen Spaß mehr macht. Meistens brauche ich dann auch immer ein paar Bücher Pause, bevor ich mich wieder an das Genre wage.
Losing it hat mir dann aber überraschend gut gefallen! Natürlich gab es ein paar klischeehafte Szenen, aber dieses ganze "schlimme Vergangenheit, ewige On/Off-Beziehung"-Drama war nicht drin, was allein schon ein Pluspunkt für mich war. Zu dem war die Handlung auch wirklich interessant und ich wollte gleich den zweiten Band lesen (nicht wundern dass der Link auf dem Bild noch nicht funktioniert. Die Rezi kommt erst Montag online).
Bei Faking it war ich dann sofort von den Charakteren begeistert. Der männliche Protagonist kam ja schon im ersten Band vor und hat mir da gar nicht so gut gefallen, aber hier war er einfach fantastisch und perfekt. Allerdings waren hier dann wieder etwas mehr NA-Klischees zu finden (besonders die beiden oben genannten), was mir die Freude an der Geschichte leider etwas genommen hat. Aber es war trotzdem unterhaltend! Die Rezension dazu kommt übernächsten Montag online ;)


Was habt ihr bisher gelesen?



Coveranalyse | Fazit zu Sveta und der Junge aus dem Wald

18. November 2015 | | 2 Kommentare

Hallöchen ihr Lieben,
vor ungefähr 10 Tagen habe ich hier eine neue Aktion vorgestellt, nämlich die Coveranalyse. Ich bin begeistert davon, wie gut sie ankam und möchte die Aktion deshalb auch fortführen. Weil das ja schon ein bisschen aufwendiger ist und ich auch auf eure Meinungen dazu angewiesen bin, wird es diese Aktion nicht jede Woche geben, sondern ungefähr einmal im Monat.
Ich hoffe, das ist für euch auch okay :) Die nächste Coveranalyse ist für den 9. Dezember geplant. Ob sie wirklich an diesem Tag online kommt, weiß ich jetzt noch nicht sicher, aber ich werde versuchen, mich an diesen Termin zu halten.

Und weil ich diese Aktion selbst sehr spannend finde, möchte ich euch natürlich auch jedes Mal das Resultat dazu vorstellen.

Diesmal ging es um Sveta und der Junge aus dem Wald.
Wie schon im Aufruf nach eurer Meinung erwähnt, bin ich eigentlich nur durch den Autor auf die Idee gekommen, weil er bemerkt hat, dass die Meinungen zu seinem Cover auf meinem Blog sehr unterschiedlich ausfallen.
Deshalb habe ich euch gefragt und folgendes ist dabei rausgekommen:

Auch beim letzten Post gingen die Meinungen wieder sehr auseinander. Viele fanden das Cover zu düster und die Farbwahl, insbesondere bei dem Mädchen auf dem Cover, nicht so toll.
Es gab aber auch einige (unter anderem mich), die gerade das sehr passend und ansprechend fanden.

Ein weiterer Punkt, der mehrmals angesprochen wurde, war der Zeichenstil des Covers. Das war ja auch das, das mir nicht so gut daran gefällt und so ging es auch ein paar anderen. Manche erinnerte es sogar ein bisschen an ein Kinderbuch.

Der Gesichtsausdruck des Mädchens wurde auch einige Male angesprochen, weil er manchen zu ausdruckslos war. Ich persönlich finde ihn gerade in Anbetracht des Inhaltes sehr passend und habe mich daran gar nicht gestört. Allerdings ist mir durch die Kommentare aufgefallen, dass die Gesichtsfarbe des Mädchens doch etwas eigenartig aussieht.
Es gab aber natürlich auch wieder einige Kommentierer, die das gar nicht so gesehen haben und das Mädchen für eine Dystopie passend finden.

Die Schriftart und -farbe der Autoren wurde auch mehrmals kritisiert, weil sie sich nicht besonders gut in das Cover einfügt. Dafür fanden viele den Hintergrund dafür umso schöner. Und auch ich muss sagen, dass der Hintergrund des Covers wirklich toll aussieht!


Man kann also deutlich sehen, dass die Meinungen zu Covern sehr unterschiedlich ausfallen können. Aber gerade das macht so eine Diskussion eigentlich spannend.
Das besondere war diesmal, dass der Autor Axel Saalbach ein paar Mal vorbeigeschaut hat und auf die Kommentare der Blogleser eingegangen ist. Das freut mich natürlich umso mehr und ich glaube, dass es für die Blogleser auch ganz interessant war, sich mit dem Autoren direkt austauschen zu können.
An dieser Stelle deshalb ein dickes, fettes DANKE an beide Parteien!
Leider wird nicht jedes Mal der Autor mitwirken, deshalb war es doch ein toller Start für diese Aktion.


Falls ihr eure Meinung zu dem Cover noch nicht mitgeteilt habt, aber das gerne noch nachholen wollt, habt ihr in den Kommentaren Gelegenheit dazu und könntet gleich noch folgende Frage beantworten:
Wie sieht für euch das perfekte Dystopie-Cover aus?



Ich hoffe, euch hat diese Aktion gefallen und wird weiterhin spannend für euch sein und dass ich interessante Cover raussuchen werde. Falls ihr ein Cover kennt, bei dem die Meinungen sehr auseinander gehen oder zu dem euch interessieren würde, wie andere das sehen, schreibt es mir gerne in die Kommentare :)
Für Tipps bin ich natürlich auch immer offen, gerade was diese Aktion angeht. Sie ist ja noch sehr neu, und falls ihr Verbesserungsvorschläge habt, dann immer her damit ;)

Hier könnt ihr euch dann auch noch darüber informieren, wie mir das Buch inhaltlich gefallen hat.

Und damit wünsche ich euch noch einen tollen Mittwoch
und viel Erfolg bei allem, was bei euch so ansteht!