Rezension | Upside Down von Lia Riley

20. Juni 2016 | |
blanvalet | Originaltitel: Upside Down | Reihe: Off the Map-Trilogie (Band 1)
eBook | 400 Seiten | 7,99€

Klappentext
Talias Leben ist ein Chaos. Sie hat ihre Schwester verloren, ihre Uninoten sind katastrophal und ihre Mutter hat die Familie gegen ein Leben auf Hawaii eingetauscht. In Australien will Talia für sechs Monate ein unbeschwertes Leben führen. Alles läuft nach Plan, bis sie Bran kennenlernt – einen sexy Typen mit unglaublich grünen Augen … 
Bran hat das mieseste Jahr seines Lebens hinter sich. Vor allem wegen eines Mädchens, das seine Träume in Scherben gelegt hat. Als er die Bruchstücke wieder zusammenfügen will, verdreht ihm ausgerechnet eine Austauschstudentin aus Kalifornien den Kopf. Soll er der Liebe eine zweite Chance geben?


Upside Down war genau die richtige Geschichte zum richtigen Zeitpunkt. Ich glaube, ich stand kurz vor einer Leseflaute und brauchte eine leichte Lektüre, die schnell durchzulesen ist. In Upside Down habe ich sie gefunden.

Ich bin völlig ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen, wusste nicht einmal, dass es im New Adult-Genre liegt. Das wurde mir erst klar, als die für dieses Genre typischen Klischees auftauchten. So hätten wir einmal die dramatische Vergangenheit der Protagonistin, den gut aussehenden männlichen Protagonisten, der mit unzähligen Frauen schläft und seine eigenen Probleme mit sich herumträgt.

Diese Klischees sind aber nicht sehr im Fokus. Die Geschichte ist nicht so darauf konzentriert, wie ich es von dieser Art Buch kenne. Gerade das hat mir sehr gut gefallen. Es gibt im gesamten Buch wohl nur eine Stelle, bei der ich den Gedanken "Ach, wie klischeehaft" hatte.

Die Protagonisten sind mir sehr sympathisch. Talia ist trotz der schlimmen Vergangenheit, die sie hat, eine sehr starke Persönlichkeit, die durch ihre Zwangsstörungen sogar noch authentischer wird. Sie war auch nicht so unwissend, was Brans Gefühle für sie angeht, sondern hat die Anzeichen erkannt. Bran ist hingegen ein ziemlich typischer Protagonist, der trotzdem anders und interessant ist. Teile der Geschichte aus seiner Sicht zu lesen, war fast genauso spannend, wie sie aus Talias Sicht zu lesen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und gefällt mir gut. Nur hin und wieder gab es einige Situationen und Gespräche, die etwas konstruiert wirkten. Sie haben sich nicht natürlich in die Geschichte eingefügt und erschienen dadurch eher unwirklich als humorvoll.



Alles in allem bin ich froh, Upside Down zu diesem Zeitpunkt gefunden zu haben. Es ist eine leichte Sommerlektüre, die mir über eine drohende Leseflaute hinweggeholfen hat. Das Buch ist fesselnd und hätte eine noch bessere Note bekommen, wenn mich das Ende der Geschichte ein wenig mehr überzeugt hätte. Trotzdem schenkt das Buch ein paar unterhaltende Stunden.





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