Rezension | Ein Sommer und vier Tage von Adriana Popescu

29. August 2016 | |
cbj | eBook
320 Seiten | 9,99€

Klappentext
Sich mal so richtig verknallen! Das wär‘s, denkt sich die 16-jährige Paula, der ihr wohlbehütetes Leben manchmal ganz schön auf die Nerven geht. Lernen, lernen, lernen und dann Karriere machen, das kann doch nicht alles sein! Paula würde viel lieber ferne Länder bereisen, ein richtiges Abenteuer erleben und sich mal so richtig, richtig verlieben. Als sie während der Busfahrt nach Amalfi ins Sommerferienlager versehentlich an einer norditalienischen Raststätte zurückgelassen wird – ausgerechnet mit dem süßesten Typen der Gruppe –, packt sie die Gelegenheit beim Schopf und lässt sich für vier köstliche, völlig losgelöste Tage mit ihm allein durch Italien treiben … Tanzen im Mondschein am Strand all inclusive.


Schon vor langer Zeit habe ich mir vorgenommen, etwas von Adriana Popescu zu lesen. Nicht zuletzt, weil gefühlt die ganze Bloggerwelt sehr von ihren Büchern angetan ist. Es gab bisher nie wirklich die Gelegenheit dazu, einem ihrer Bücher eine Chance zu geben - bis jetzt!
Denn der Sommer hat etwas in mir ausgelöst, dank dem ich momentan fast nur Lust auf sommerleichte Jugendlektüre habe. Da passt Ein Sommer und vier Tage natürlich gut rein.

Sympathische Protagonisten
Paula ist ein ziemlich normales Mädchen, weshalb ich mich gut in ihre Situation einfühlen konnte. Sie ist ein Mensch, der immer genau nach Plan lebt, nicht unbedingt spontan oder mutig ist und in gewisser Weise bin ich da auch ein bisschen so.
Sie bekommt ziemlich viel Druck von Zuhause, in welche Richtung ihr Leben verlaufen soll, denn natürlich gibt es auch dafür einen Plan. Lewis mit w ist da ganz anders. Er ist spontan, abenteuerlustig und eigentlich so ziemlich das komplette Gegenteil von Paula.

Langwierige Reise
Durch einen fatalen Zufall werden Lewis und Paula auf dem Weg zu einem Italien-Lerncamp im Sommer an einer Raststätte vergessen. Durch Lewis' Überredungskünste schafft er es, Paula zu einem Rundtrip durch Italien zu bewegen. Sie erkunden also alle Städte, die Paula schon immer einmal sehen wollte, ohne, dass ihre Eltern es mitbekommen.
Die Idee finde ich wirklich schön und aufregend - so stellt man sich einen unvergesslichen Sommer vor - und obwohl viele interessante und spannende Dinge passieren, war die gesamte Reise etwas langatmig.

Authentische Lovestory
Nur durch die Annäherungen der beiden Protagonisten ist das ganze ein bisschen spannend geblieben, sodass ich das Buch auf jeden Fall beenden wollte. Das besondere an Lewis' und Paulas Lebesgeschichte ist, dass sie so federleicht ist. Sie wirkt nicht aufgesetzt oder in eine Richtung gezwängt, sondern einfach richtig, als hätte sie sich von allein entwickelt.

Offenes Ende
Ich bin kein besonders großer Fan von offenen Enden. Trotzdem gibt es welche, die wirklich toll gemacht sind und perfekt zum Buch passen.
Das Ende von Ein Sommer und vier Tage ist eigentlich toll gewählt und passt sehr gut zur Geschichte. Dennoch hat mir einfach etwas gefehlt. Das Ende hat mich unbefriedigt zurückgelassen und beim Lesen gibt es nichts schlimmeres, oder?





Wir wollen doch hoffen, dass der Sommer nicht vorbei ist, denn Ein Sommer und vier Tage eignet sich kaum zu einer anderen Jahreszeit besser zum Lesen. Mit einer luftigleichten Liebesgeschichte, tollen Charakteren, die wahre Tiefe haben und einem unglaublichen Italien-feeling bietet diese Lektüre alles, was man sich für einen Sommer wünschen kann.





Mein perfekter Sommer

Mein perfekter Sommer findet tatsächlich auch in Italien statt, weil ich den Gardasee und das italienische Essen so sehr liebe. Diesen Sommer muss ersatzweise der See im Nachbarort herhalten, bei dem man aber auf jeden Fall Gardasee-feeling hat. Und es gibt jeden Abend Bruschetta, um auch den Gaumen italienisch zu verwöhnen.
Im Prinzip ist ein perfekter Sommer für mich schon, wenn ich frei habe und den ganzen Tag am See liegen und lesen kann. Oder mit Freunden treffen und den Sonnenschein genießen, abends grillen und tolle Spielabende oder Cocktailabende zu veranstalten. Einfach nur das Leben zu genießen.

Wie ist euer perfekter Sommer?



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Kommentare:

  1. Ich habe das Buch im Dezember glaube ich gelesen und fand es auch ziemlich gut.
    Ich kann deine Kritik verstehen, dass die Reise ein wenig langatmig war, aber ich habe es nicht so empfunden. :)

    Liebst, Lara.

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    1. Hallöchen,
      freut mich, dass es dir nicht so ging :) Und das Buch hat mir ja trotzdem gut gefallen. Einfach eine tolle Lektüre für zwischendurch.

      Liebste Grüße ♥

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