Rezension | Ein Käfig aus Rache und Blut von Laura Labas

5. Dezember 2016 | |
Drachenmond | Reihe: Ein Käfig aus Rache und Blut (Band 1)
eBook | 332 Seiten | 3,99€

Inhalt
»Mein Körper sehnte sich nach Tod und Verwüstung. Ich ließ ihn gewähren.«
Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.
Eines nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden.


Handlung & Umsetzung
An sich ist Ein Käfig aus Rache und Blut eine typische Geschichte, die wir alle schon einmal gelesen haben. Eine Jägerin ist hinter Dämonen her, um sich am Tod ihrer Familie zu rächen. Nichts neues, aber doch eine Geschichte, die man gerne liest.
Obwohl das Buch nur ca. 330 Seiten hat, hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass eine Menge passiert. Die Handlung schreitet schnell voran, die Szenen wechseln, die Handlungsorte ebenfalls. Das Tempo beeinträchtigt aber nicht die Geschichte an sich. Man kann dennoch vollkommen eintauchen und sich mitreißen lassen.
Besonders die Hintergründe der Geschichte sind toll beschrieben. Die Legende über die Entstehung der Dämonen ist schön und ihr Auftauchen auf der Erde macht es zu einer spannenden Vorgeschichte. Die Erde ist in ein früheres Jahrhundert zurückversetzt, es gibt keinen Strom mehr, keine Autos und keine richtig funktionierenden Menschenstädte mehr. Die Zustände sind für Menschen nicht schön, aber gerade das macht die Beweggründe der Protagonistin noch glaubwürdiger.

Charaktere
Alison ist eine richtige Kriegerin, die ihr Ziel, sich an den Dämonen zu rächen, nicht aus den Augen verliert. Das ist es, was ihr Leben ausfüllt. Dadurch wirkt sie oft sehr "badass", was hin und wieder nicht zum Rest ihrer Persönlichkeit passt. Sie ist eine knallharte, junge Frau und dennoch lässt sie sich in ihrer "Gefangenschaft" recht schnell unterkriegen, wird bei Komplimenten rot und beim Kampftraining ist sie nicht so unbesiegbar wie sie anfangs der Geschichte wirkt.
Gareth (allein schon der Name spricht für ihn!) ist ein Charakter, den ich für erotische Fantasyromane a lá Kresley Cole sehr typisch finde. Er ist griesgrämig, befolgt strikt seine Befehle und kann die Protagonistin nicht ausstehen. Die besten Zutaten für eine spannende Liebesgeschichte - wäre da nicht die Tatsache, dass er Alison gegenüber sehr aggressiv ist. Anfangs ist das noch verständlich, weil er Menschen hasst und sie noch dazu eine Jägerin ist, aber mir war seine Gewaltbereitschaft dann doch etwas zu extrem. Genauso extrem ist dann aber auch seine rasante Wendung.

Schreibstil & Gestaltung
Schon zu Beginn ist mir aufgefallen, dass der Schreibstil nicht ganz meins ist, was sich vor allem im beschriebenen Humor äußert. Es ist generell schwer, mich mit Büchern zum Lachen zu bringen, weil ich meinen ganz eigenen Humor besitze, und obwohl die spannungsgeladenen Sprüche kurz vor und während Kämpfen unterhaltend sind und bei vielen bestimmt genau auf den Punkt treffen, fand ich sie eher ein bisschen befremdlich.
Des Rest des Buches war zwar nicht so poetisch geschrieben wie ich es momentan sehr mag, aber doch sehr angenehm, sodass sich die Geschichte schnell lesen lässt.




Ein angenehmer Schreibstil macht es sehr einfach, in die Geschichte von Ein Käfig aus Rache und Blut einzutauchen, die Charaktere reißen einen ebenso mit wie die spannende Vorgeschichte und das komplette Setting. Nicht nur unterschiedliche Arten von Dämonen werden eingeführt, sondern auch andere magische Wesen, die auf mehr in Band 2 hoffen lassen.





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